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Zu einem aufwändigen Rettungseinsatz ist es am Sonntag im Schwalm-Eder-Kreis gekommen. Eine bewusstlose Frau musste dort von einem knapp 30 Meter hohen Aussichtsturm gerettet werden.

Eine Urlauberin aus den Niederlanden hatte am Sonntagmorgen auf dem Kellerwaldturm nahe Jesberg das Bewusstsein verloren. Ihr Ehemann und zwei zufällig ebenfalls anwesende Frauen setzten daraufhin einen Notruf ab und reanimierten die bewusstlose Frau. Nach Eintreffen der Feuerwehr unterstützten die Rettungskräfte die Ersthelfer bei der Wiederbelebung. Der dann eintreffende Rettungsdienst stabilisierte die Frau schließlich noch auf dem Turm. Die anschließende Rettung der Niederländerin gestaltete sich nach Feuerwehrangaben schwierig, da die Rettungskräfte vom Waldweg bis zur Patientin einen Höhenunterschied von 70 Metern und zudem 200 Meter unwegsamen und felsigen Weges bewältigen mussten. Durch den Standort des Turms auf dem 675 Meter hohen Berg „Wüstegarten“ konnten die Einsatzkräfte nicht mit ihren Fahrzeugen direkt bis zum Turm fahren. Die letzten Meter mussten sie daher mit ihrem schweren Equipment steil bergauf laufen und anschließend 123 Treppenstufen hinaufsteigen, um auf die in 28 Metern Höhe gelegene Plattform zu gelangen.

Weil die Frau nach der Erstversorgung wegen der engen Treppe nicht liegend nach unten getragen werden konnte, wurde rechtzeitig die Bergwacht Bad Wildungen aus dem benachbarten Landkreis Waldeck-Frankenberg nachgefordert. Diese seilte die Patientin in einem Rettungsbergesack außen am Turm ab. Mit einer speziellen Gebirgstrage brachten die Bergretter die Frau anschließend auf dem felsigen Weg hinunter zum Rettungswagen.

Wieso die Frau das Bewusstsein verloren hatte, ist noch nicht bekannt.

Im Einsatz am Kellerwaldturm waren die Feuerwehren der Gemeinde Jesberg, die Bergretter der Bergwacht Bad Wildungen sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug.(WinG)

Bildquelle: NH24

Bildquell: NH24

Bildquelle: NH24

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Erneut aufwändiger Einsatz für die Wildunger Bergretter

Am Donnerstag den 04.04.2019 gegen 14 Uhr erreichte die Polizeinotrufzentrale ein Notruf mit ungewöhnlichem Inhalt: Ein 14-jähriges Mädchen war am Dr. Marc-Turm, oberhalb des Bad Wildunger Helenentals, in einem steilen Abhang abgestürzt - schwerverletzt wie es in der Meldung hieß.

Über die digitalen Pager wurden die Bergwacht Bad Wildungen, die Feuerwehr Bad Wildungen sowie ein RTW und NEF alarmiert, die zügig am Unglücksort eintrafen. Leider trafen die Befürchtungen der ersten Meldung zu. Das Mädchen lag schwerverletzt in dem steilen Abhang und musste nach der medizinischen Erstversorgung durch Rettungsdienst und Bergwacht, seilgesichert mit einer Schleifkorbtrage 15 Meter nach oben transportiert werden. Hierbei kam, neben der Seilsicherung, auch eine Steckleiterrutsche zum Einsatz, die von der Feuerwehr in Stellung gebracht wurde. Diese „Rutsche“ trug wesentlich zur schonenden Rettung bei.

Noch während der Versorgung durch das medizinische Team, entschloss man sich zur Nachforderung eines RTH. Der DRF Rettungshubschrauber Christoph 44 konnte unmittelbar an der Einsatzstelle zur Landung gehen und verbrachte die 14- jährige Patientin ins Städtische Klinikum nach Kassel.

Nach bestätigten Informationen befindet sich die in Bad Wildungen beheimatete Schülerin auf dem Weg der Besserung. (Text:WIN Bilder: O. Münch)