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Bergwacht Bad Wildungen und IBIS 1 im Einsatz

ASEL. Am Sonntag den 06.08.2017 vibrierten gegen Mittag die digitalen Pager der Bereitschaft Bad Wildungen zu einem Bergrettungseinsatz auf dem Urwaldsteig nördlich des Edersees, hier war eine 33- jährige Mountainbikerin auf dem steilen „Knorreichensteig“ verunglückt und ca. 15 m abgestürzt. Nach erster Lageerkundung auf der Anfahrt, entschied sich der Einsatzleiter sofort zur Voranfrage einer Windenmaschine, hier bekam er von der Landespolizeifliegerstaffel in Egelsbach das OK.

Bildquelle: 112-Magazin

Bei Eintreffen vor Ort stellte sich dies als kluge Entscheidung heraus, der Anmarsch zur Patientin gestaltete sich schon zeitaufwändig. Über eine Strecke von ca. 2,5 km musste alle Ausrüstung auf der Gebirgstrage und dem Rücken der Einsatzkräfte zur Einsatzstelle verbracht werden. Sehr umsichtige Ersthelfer unterstützten die Maßnahmen. Die erheblich verletzte Patientin wurde dann gemeinsam mit einer RTW- Besatzung notfallmedizinisch versorgt und für den Luftrettungseinsatz vorbereitet. Hierzu musste die Patientin mit Muskelkraft noch eine kleine Wegstrecke getragen werden um im Laubwald ein ausreichend großes „Fenster“ durch die Baumkronen für den Wincheinsatz zu erreichen.

Bildquelle: 112-Magazin

Zwischenzeitlich landete IBIS 1 am vorgegebenen Zwischenlandeplatz und führte mit den Luftrettern das kurze Einsatzbriefing durch. Der anschließende Wincheinsatz durch die Baumkronen lief völlig unproblematisch und zügig ab, die Patientin wurde am Zwischenlandeplatz an einen weiteren inzwischen nachgeforderten RTW übergeben.

Bildquelle: 112-Magazin

Die Bodenmannschaft und die vor Ort agierende RTW- Besatzung traten den Rückweg zu Fuß an. 5 Bergretter waren ca. 2,5 Std. mit dem Einsatz gebunden. Auch hier erwies sich der Helikopter wieder einmal als optimales Mittel um eine schwerstverletze Patientin möglichst schonend aus schwer zugänglichem Gelände zu evakuieren. Polizei und Bergwacht hatten gerade eine Woche zuvor die Verfahren am Gr. Feldberg im Taunus erneut aufgefrischt und geübt. Die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte von Bergwacht, Rettungsdienst, Wasserschutzpolizei und Polizeihubschrauber verlief reibungslos.(WinG)

 

Paraglider aus Baum gerettet!

 

Am Sonntag den 02.04.2017 gegen 12:15 Uhr wurden die Bereitschaften Willingen und Bad Wildungen zu einem Flugunfall ins obere Edertal alarmiert. Im Raume Battenberg war ein Flugschüler mit seinem Paragliding- Schirm kurz nach dem Start in den Bäumen gelandet. Da er selbst nicht ortskundig war, gestaltete sich die Suche nach dem Unglücksraben etwas schwierig, seine Bodenmannschaft machte sich teilweise mit ATV` s auf die Suche. Nach seinem Auffinden stellte sich schnell heraus, dass er ohne Spezialkräfte nicht aus seiner Lage in einer ca. 25 m hohen Fichte befreit werden kann.

 

 

Hierzu wurde dann die Höhenrettungsgruppe des Landkreis Waldeck- Frankenberg alarmiert, diese besteht neben den Bergwachten aus Willingen und Bad Wildungen noch aus der THW- Ortsgruppe Korbach.

 

 

Nach einer Alarmanfahrt von nahezu 50 Minuten begannen die Spezialkräfte mit der Vorbereitung der Rettung. Der Baum musste beim Aufstieg aufwändig entastet werden, das Terrain war für Feuerwehreinsatzmittel nicht zugänglich. Nach ca. 2 Std. wurde der unverletzte Pilot zum Boden abgeseilt.

 

Im Einsatz waren 5 Einsatzkräfte der Bergwachten Willingen und Bad Wildungen.

Gerd Windhausen