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Helikopter-Rettung aus Nationalpark

Bringhausen / Edersee
Rettung mit dem HelikopterEine gestürzte und verletzte Radfahrerin ist von der Bergwacht mit einemHubschrauber aus dem Nationalpark gerettet worden.
Die 47 Jahre alte Mountainbikerin aus Gedern war am Sonntagnachmittag zwischen dem Peterskopf und dem Sauermilchplatz auf dem „Urwaldsteig“ mit ihrem Fahrrad gestürzt und offenbar am Rücken verletzt worden. Der Freund der Frau setzte den Notruf ab, Notarzt und Rettungswagenbesatzung sowie Mitglieder der Wildunger Bergwacht rückten an den Edersee aus.

Da die Unfallstelle mit den Fahrzeugen der Retter nicht zu erreichen waren und ein Transport der Verletzten zu Fuß aufgrund der Verletzungen nicht möglich war, forderten die bodengebundenen Einsatzkräfte Hilfe aus der Luft an. Die Bundespolizei startete gegen 16 Uhr mit einem Transporthubschrauber vom Typ EC 155. An Bord befand sich neben dem Piloten, dem Co-Piloten auch ein Winden-Operator. Während des Anflugs an den Edersee brachten die Bergretter die Verletzte zu einer Stelle, über der der Helikopter in der Luft "stehen" und die Frau gefahrlos aufwinchen konnte.

In der „Banfe“ landete die Maschine zunächst für ein Briefing,  die Vorbesprechung für den anstehenden Windeneinsatz. Dort stieg der Technische Leiter der Bergwacht Hessen, Gerd Windhausen aus Bad Wildungen, in die Maschine. Gemeinsam mit einem weiteren Luftretter wurde Windhausen zu der Frau abgewincht - im Gepäck hatte er einen sogenannten Luftrettungsbergesack. In diesem wurde die 47-Jährigegelagert und  schließlich nach oben und in den Helikopter gewincht.

Die Maschine landete wenig später an der Fünfseenblickstraße oberhalb von Bringhausen auf einem Feld. Dort wurde die Frau in den bereitstehenden Rettungswagen umgeladen und in ein Wildunger Krankenhaus gebracht. Die Besatzung des EC 155 flog kurze Zeit später zurück zur Fliegerstaffel der Bundespolizei nach Fuldatal.Der Einsatz, übrigens die erste Luftrettung der Bergwacht in ganz Hessen, sei hervorragend gelaufen, lobte Windhausen später im Gespräch mit 112-magazin.de. Die gestürzte Radfahrerin sei sehr froh über die professionelle Rettung gewesen. (pfa / win)

 

Fürstental: Vermisster Radfahrer

Fürstental. Ein in großangelegter Aktion am Edersee gesuchter vermisster Radfahrer ist wohlbehalten wieder aufgetaucht.
Der Radfahrer war am Sonntagmittag als vermisst gemeldet worden. Zeugen hatten ihn bei Fürstental im Edersee-Steilhang klettern und dann verschwinden sehen.

Etwa 50 Helfer der Rettungsdienste und ein Helikopter suchten etwa zwei Stunden lang erfolglos. Dann meldete sich der Gesuchte. Er saß wohlbehalten in seinem Segelboot.Bei ihm handelt es sich um einen 62 Jahre alten Mann aus Kassel, der am Sonntag gegen 8 Uhr zu einer Radtour rund um den Edersee gestartet war. Diese führte ihn von Scheid zur Staumauer, von dort nach Herzhausen und dann am Nordufer des Sees wieder in Richtung Scheid. Irgendwann habe er sich dann verfahren und landete am Campingplatz Fürstental. Von dort führt ein Waldweg etwas oberhalb des Ufers weiter. Diesen nahm der 62-Jährige.
Trotz Verbotstafel weitergefahren
Nach knapp 300 Metern endet der Fahrweg in einem Trampelpfad im Steilhang. Dort hatte sich bereits im vergangenen Jahr eine Familie im Steilhang verlaufen und musste gerettet werden. Danach war dort ein Schild aufgestellt worden: "Durchgang verboten - Absturzgefahr". Der 62-jährige Kasseler fuhr trotzdem weiter, weil er dachte, dass es nicht weit bis nach Scheid sein könne. Irgendwann ging es für ihn dann aber nicht mehr weiter. Der Mann ließ das Fahrrad stehen und kletterte im Steilhang bergauf. Kanufahrer, die ihn dabei beobachteten und nach ihm riefen, habe er nicht gehört. Als die Zeugen der Kletteraktion den Mann aus den Augen verloren und ihn auch nicht mehr hörten, riefen sie die Notrufzentrale an.Der 62-Jährige kletterte unterdessen immer weiter den Berg hinauf, machte mehrere Pausen und gelangte schließlich auf den Urwaldsteig-Wanderweg, der über die Kahle Hardt führt. Von dort gelangte der Mann nach Scheid zu seinem Segelboot.
Großaufgebot an Rettern und Helikopter an Suche beteiligt
Die Rettungsleitstelle hatte mittlerweile ein Großaufgebot von Rettungskräften alarmiert: die Feuerwehr Ober-Werbe, die DRK-Bergwachten aus Willingen und Bad Wildungen, die Höhenrettungsgruppe des Technischen Hilfswerks aus Korbach, ein Boot der DLRG und den Rettungshubschrauber Christoph 7 aus Kassel.Während sich die Feuerwehrleute vom Kahle-Hardt-Wanderweg den Hang hinab abseilten, kletterten die Bergretter vom Ederseeufer aus in den Hang. Der Hubschrauber überflog den Steilhang mehrfach, die Besatzung konnte wegen des dichten Laubdaches aber nichts erkennen und landete schließlich am Basdorfer Sportplatz.Nachdem die knapp 50 Retter gut zwei Stunden erfolglos gesucht hatten, wollten sie einen Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera anfordern. Genau in diesem Moment erreichte die Einsatzleitung die Nachricht, dass sich der Gesuchte per Telefon bei der Rettungsleitstelle in Korbach gemeldet hat. Er sei wohlauf. (Quellen: Hessisch Niedersächsische Allgemeine, Polizeidirektion Waldeck- Frankenberg)