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BAD WILDUNGEN/ WILLINGEN| Gleich zwei Wochenende hintereinander drehte sich in Willingen alles ums Skispringen. Mit dabei waren die Männer und Frauen der Bergwacht Hessen.

Los ging es am 08.01.2016. Es galt drei Tage Weltcup-Skispringen in Willingen zu betreuen. Zusammen mit den Kameraden der Bergwacht-Bereitschaften aus Darmstadt, Neuenstein und Willingen sicherten die Bergwacht- Männer und Frauen die höher gelegenen Zuschauertribünen und die Landezone der Skispringer ab. Mit mehr als 30 Helferinnen und Helfern war die Bergwacht den ganzen Tag auf der Mühlenkopfschanze anwesend um im Notfall schnelle und professionelle Hilfe leisten zu können.

Da die Mühlenkopfschanze über Zuschauerbereiche verfügt, die weder mit einer normalen Trage noch mit einem Fahrzeug erreicht werden können, müssen Verletzte oder Erkrankte mittels spezieller Ausrüstung aus den Bereichen gerettet werden. Das gleiche gilt für die Landezone der Skisprungschanze. Sollte ein Springer während des Sprungs so schwer stürzen, dass er sich nicht mehr selbst helfen kann so sind auch hier spezielle Techniken und Geräte notwendig.
Die Bergwachten aus Hessen sind Spezialisten auf dem Gebiet der Rettung und Versorgung von Erkrankten und Verletzten in schwer zugänglichen Bereichen und somit bestens für die Aufgaben auf und um die Schanze ausgebildet. Und so galt es am Weltcup- Wochenende gleich drei Besucher zu versorgen. Zwei chirurgische und ein internistischer Notfall erwarteten die Kameraden während ihrer Dienstzeit. Die Patienten wurden durch die Einsatzkräfte erstversorgt und mittels spezieller Ausrüstung aus dem Tribünenbereich gerettet. Im Tal wurden die Patienten an die Kameraden des Sanitätsdienstes zu übergeben. Sie übernahmen die weitere Versorgung und kümmerten sich wenn nötig um einen Transport in ein Krankenhaus.

Doch mit Ende des Weltcup-Wochenendes war die Arbeit für die Bergwacht noch lange nicht vorbei. Denn direkt am nächsten Wochenende fand erneut eine Veranstaltung auf der Mühlenkopfschanze statt, die es abzusichern galt. Zum ersten Mal nach langer Zeit fand wieder ein Continental-Cup in Willingen statt. Natürlich war auch dort war die Kompetenz der Bergwacht gefragt. Da auf dem Continental-Cup die Besucherzahlen aber geringer waren wie während des Weltcup-Springens waren lediglich die Bergwacht- Bereitschaften aus Willingen und Bad Wildungen mit insgesamt 9 Helferinnen und Helfern vor Ort um im Notfall schnell eingreifen zu können. Und auch an diesem Wochenende war wieder etwas zu tun. Denn während des Continental- Cups war ein Springer so schwer gestürzt, dass er von den Kameradinnen und Kameraden der Bergwacht aus der Landezone der Mühlenkopfschanze gerettet werden musste um ihn an die Helferinnen und Helfer des Sanitätsdienstes zu übergeben.

Da während des Continental-Cups die Schneeverhältnisse in Willingen ausreichten um den Pistenbetrieb am Ettelsberg und den umliegenden Bereichen aufzunehmen stellte die Bergwacht-Bereitschaft aus Willingen neben dem notwendigen Personal auf der Mühlenkopfschanze noch die Pistenrettung in den angrenzenden Skigebieten sicher.

Nach zwei sehr gelungenen, arbeitsreichen Wochenenden wünschen wir allen Verletzten und Erkrankten eine schnelle Genesung und danken allen Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz in Willingen.

 

 

 

Beitrag von: Christopher Göbel/ Bergwacht Bad Wildungen

Die komplette Manschaft vom Weltcup- Springen- 30 Kameradinnen und Kameraden aus ganz Hessen waren nach Willingen gekommen um beim Skispringen
für Sicherheit zu sorgen.

©Bergwacht Bad Wildungen/Privat

 

Ansicht von oben- Alles im Blick haben mussten unsere Kameradinnen und Kameraden an den beiden Wochenenden

©Bergwacht/Privat

Wochenlang wartete man in WIllingen auf Schnee- Während des Continental-Cups war es endlich so weit. Durch den massiven Schneefall
musste an dem Wochenende neben der Mühlenkopfschanze auch noch die Skigebiete um Willingen betreut werden. 

©Bergwacht/Privat

 

Mit Vollgas durch den Schnee
Bergwacht- Männer aus Willingen und Bad Wildungen üben Umgang mit ATV zur
Pistenrettung am Ettelsberg

 

WILLINGEN/Upland| Am Samstag, den 28.11.2015 trafen sich die Bergwacht- Bereitschaften Willingen und Bad Wildungen
an der Bergrettungswache in Willingen zu einer gemeinsamen Ausbildung mit den ATV’s der Kameraden aus Willingen.

 

 

Nach einer kleinen Stärkung und einer Tasse Kaffee ging es direkt in die Materie. Frank Köster, Bereitschaftsleiter der
Bergwacht Willingen unterwies die Kameraden aus Bad Wildungen in die Besonderheiten der außergewöhnlichen
Fahrzeuge mit Kettenantrieb und Anhänger.

 

Erste Fahrversuche auf dem Hof- Langsames Herrantasten an die ATV’S

Technische Einzelheiten, Steuerung auf Straßen und im Gelände, Bedienung der Winde, Gefahren und Sicherheit
im Einsatz sowie die Beladung mit einsatztaktischer und notfallmedizinischer Ausrüstung wurden erklärt und besprochen.
Frank Köster erzähle aus vergangenen Einsätzen und teilte seine Erfahrung mit den Geräten. Die Teilnehmer der
Unterweisung hörten Aufmerksam zu, Fragen wurden gestellt und Taktiken besprochen.

Nach dem der theoretische Teil beendet war ging es auf den Hof vor der Bergrettungswache. Frank Köster wies
die anwesenden Bergretter darauf hin, dass sie hier kein Motorrad oder Auto fahren- Man muss sich erst an die
Eigenarten des Gerätes gewöhnen. So tasteten sich die Männer langsam, aber doch zunehmend sicherer an
den neuen Gefährte. Und zum Schluss meisterten alle den aufgebauten Slalom-Parcour mit Leichtigkeit und
waren bereit für die ersten Fahrversuche im Gelände. Und so ging es rauf auf den Ettelsberg.

In einem Waldstück unweit des Skigebietes  konnten die Kameraden ihre gewonnenen Kenntnisse im Gelände
in die Praxis umsetzen.
Die Teilnehmer konnten sich selbst und das ATV an den  steilen Waldwege
und auch querfeldein die Leistungsgrenze bringen.

 

Steile Rückegasse mitten im Wald- Kontrolle über das Gerät war hier gefragt.

Über schneebedeckte Waldschneisen, Steilhänge und über die Mountainbike-Strecke ging es hoch und runter.
Mal mit, mal ohne Anhänger. Und trotz einer riesen Portion Spaß war jedem die Wichtigkeit dieser Übung bewusst.
Immerhin war dieser Tag dafür da um sich an die Möglichkeiten der „All-Terrain-Vehicle“ heranzuführen um
damit Menschen aus Notlagen zu retten. Jederzeit und an jedem Ort im Einsatzgebiet.

 

 

Quer durchs Gelände- Hier konnte man die Leistungsgrenzen von Gerät und Fahrer ausreizen.

Michael Parlow, Leiter der Bergwacht Bad Wildungen, war zufrieden mit der erbrachten Leistung. Jeder seiner Männer
konnte sich an diesem Tag auf dem ATV beweisen und zeigen, dass er dazu in der Lage ist mittels des Fahrzeuges
schnelle und professionelle Hilfe zu leisten und in Not geratene Mitmenschen zu retten.

Teamwork- Der Fahrer des ATV hat eine große Verantwortung. Gerät und Material, Kamerad und eventuell noch
Patient befinden sich auf dem Fahrzeug. Da ist sicherer Umgang und Können gefragt!

Geschafft und froh ging es bei Einbruch der Dämmerung zurück ins Tal. Gemeinsame Gerätepflege und eine Nachbesprechung standen noch an. Gegen 17:30 war der Tag für die Kameraden der beiden Bereitschaften aus dem Landkreis Waldeck- Frankenberg zu Ende.

Und keiner kann Ihn so richtig abwarten, den Saisonstart für die Pisten- Retter in Willingen.

Ein Bericht von Christopher Göbel, 04.12.2015
Fotos von: Michael Parlow