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Mit Vollgas durch den Schnee
Bergwacht- Männer aus Willingen und Bad Wildungen üben Umgang mit ATV zur
Pistenrettung am Ettelsberg

 

WILLINGEN/Upland| Am Samstag, den 28.11.2015 trafen sich die Bergwacht- Bereitschaften Willingen und Bad Wildungen
an der Bergrettungswache in Willingen zu einer gemeinsamen Ausbildung mit den ATV’s der Kameraden aus Willingen.

 

 

Nach einer kleinen Stärkung und einer Tasse Kaffee ging es direkt in die Materie. Frank Köster, Bereitschaftsleiter der
Bergwacht Willingen unterwies die Kameraden aus Bad Wildungen in die Besonderheiten der außergewöhnlichen
Fahrzeuge mit Kettenantrieb und Anhänger.

 

Erste Fahrversuche auf dem Hof- Langsames Herrantasten an die ATV’S

Technische Einzelheiten, Steuerung auf Straßen und im Gelände, Bedienung der Winde, Gefahren und Sicherheit
im Einsatz sowie die Beladung mit einsatztaktischer und notfallmedizinischer Ausrüstung wurden erklärt und besprochen.
Frank Köster erzähle aus vergangenen Einsätzen und teilte seine Erfahrung mit den Geräten. Die Teilnehmer der
Unterweisung hörten Aufmerksam zu, Fragen wurden gestellt und Taktiken besprochen.

Nach dem der theoretische Teil beendet war ging es auf den Hof vor der Bergrettungswache. Frank Köster wies
die anwesenden Bergretter darauf hin, dass sie hier kein Motorrad oder Auto fahren- Man muss sich erst an die
Eigenarten des Gerätes gewöhnen. So tasteten sich die Männer langsam, aber doch zunehmend sicherer an
den neuen Gefährte. Und zum Schluss meisterten alle den aufgebauten Slalom-Parcour mit Leichtigkeit und
waren bereit für die ersten Fahrversuche im Gelände. Und so ging es rauf auf den Ettelsberg.

In einem Waldstück unweit des Skigebietes  konnten die Kameraden ihre gewonnenen Kenntnisse im Gelände
in die Praxis umsetzen.
Die Teilnehmer konnten sich selbst und das ATV an den  steilen Waldwege
und auch querfeldein die Leistungsgrenze bringen.

 

Steile Rückegasse mitten im Wald- Kontrolle über das Gerät war hier gefragt.

Über schneebedeckte Waldschneisen, Steilhänge und über die Mountainbike-Strecke ging es hoch und runter.
Mal mit, mal ohne Anhänger. Und trotz einer riesen Portion Spaß war jedem die Wichtigkeit dieser Übung bewusst.
Immerhin war dieser Tag dafür da um sich an die Möglichkeiten der „All-Terrain-Vehicle“ heranzuführen um
damit Menschen aus Notlagen zu retten. Jederzeit und an jedem Ort im Einsatzgebiet.

 

 

Quer durchs Gelände- Hier konnte man die Leistungsgrenzen von Gerät und Fahrer ausreizen.

Michael Parlow, Leiter der Bergwacht Bad Wildungen, war zufrieden mit der erbrachten Leistung. Jeder seiner Männer
konnte sich an diesem Tag auf dem ATV beweisen und zeigen, dass er dazu in der Lage ist mittels des Fahrzeuges
schnelle und professionelle Hilfe zu leisten und in Not geratene Mitmenschen zu retten.

Teamwork- Der Fahrer des ATV hat eine große Verantwortung. Gerät und Material, Kamerad und eventuell noch
Patient befinden sich auf dem Fahrzeug. Da ist sicherer Umgang und Können gefragt!

Geschafft und froh ging es bei Einbruch der Dämmerung zurück ins Tal. Gemeinsame Gerätepflege und eine Nachbesprechung standen noch an. Gegen 17:30 war der Tag für die Kameraden der beiden Bereitschaften aus dem Landkreis Waldeck- Frankenberg zu Ende.

Und keiner kann Ihn so richtig abwarten, den Saisonstart für die Pisten- Retter in Willingen.

Ein Bericht von Christopher Göbel, 04.12.2015
Fotos von: Michael Parlow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Helikoptereinsatz an Wildunger Bilsteinklippen

(Bad Wildungen) Rotorengeräusche über dem Bad Wildunger Wildetal weckten am Samstag den 26.09.2015 das Interesse zahlreicher Anwohner des Bad Wildunger Ortsteils Reitzenhagen sowie zahlreicher Verkehrsteilnehmer. Anlass war eine Einsatzübung der Bergwacht Bad Wildungen mit der Bundespolizei. Bundespolizei Fliegerstaffel Fuldatal und Bergwacht unterstützten gemeinsam eine Fortbildung des Kasseler Rettungshubschraubers Christoph 7, die an diesem Wochenende in Vöhl stattfand. Geladen waren die medizinischen Crews aller deutschen Zivilschutzhubschrauberstandorte.

Ziel dieser Lehrvorführung war es, neben dem Training der beteiligten Retter, den Teilnehmern der Fortbildung eine Windenrettung in den Mittelgebirgen zu demonstrieren. Hierzu wurde angenommen, dass ein Kletterer im Verlauf des Süd- Ost Grates des Bilsteins verunglückt ist. Diese Stelle innerhalb der Steilwand ist vom Boden her nur schwer zugänglich, eine schonende Rettung des Patienten somit einzig mit einem Helikopter sinnvoll. Als Landebasis diente für den Helikopter EC 155 der Segelflugplatz „Auf der Schaufel“, hier wurde das Team der Bergretter an Bord genommen. Nach einem Einsatzbriefing und einem orientierenden Überflug wurden die beiden Bergretter mit der Winde des Helikopters an der Einsatzstelle abgesetzt. Nach notwendigen Sicherungsmaßnahmen und der medizinischen Versorgung wurden der in einem Luftrettungsbergesack gelagerte Patient und das Bergwachtteam wieder an Bord genommen. Von der gegenüberliegenden Talseite hatten die interessierten Zuschauer einen hervorragenden Aussichtspunkt auf den Bilstein, so musste das FFH- Gebiet nicht unnötig betreten werden. Ein aus Sicherheitsgründen im Tal positioniertes Flugfeldlöschfahrzeug der Bundespolizei wurde glücklicherweise nicht benötigt.

Bei der abschließenden Besprechung auf dem Wildunger Segelflugplatz dankte Dr. T. Köhler, leitender Hubschrauberarzt des Christoph 7, für die reibungslose Demonstration und zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Beteiligten.

Die Einsatzkräfte der Bergwacht Bad Wildungen halten nunmehr seit 14 Jahren ständig 6 einsatzbereite Luftretter vor, neben Willingen einer von 6 hessischen Standorten, an denen diese Fähigkeit ständig geübt wird. Bewährter Partner ist hier von Anfang an die Bundespolizeifliegerstaffel Fuldatal. (Win)


 

Bildquelle: Bergwacht Bereitschaft Bad Wildungen