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Waldeck- Frankenberg: Wildunger Bergwacht trainierte an der „Waldecker Bergbahn“

 

Waldeck. Nach 22 Minuten wurde der erste Fahrgast der Waldecker Bergbahn aus luftiger Höhe zu Boden gelassen. „Das ist eine gute Zeit“, sagt Gerd Windhausen von der DRK-Bergwacht Bad Wildungen. Im Ernstfall müssten er und seine Kollegen die voll besetze Seilbahn in zwei Stunden evakuiert haben. So schreiben es die Betriebsverordnungen vor.

 

Bei dem routinemäßigen Übungseinsatz am Mittwochabend handelte es sich um eine vorgeschriebene Übung, damit die Seilbahn ihre Betriebserlaubnis behält. Angenommen wurde, dass die Bahn durch einen technischen Defekt gestoppt wurde und die Fahrgäste in der Luft festsitzen. Sechs Bergwacht-Einsatzkräfte hatten den Auftrag, drei andere Mitglieder der Bergwacht und der Jugendgruppe aus zwei Kabinen zu befreien. Dazu kletterten je drei Bergretter auf die bergseitige Stütze oberhalb der Kabinen, der dieser am nächsten steht. Einer der Helfer klinkte sich mit einer Fahrrolle in das Tragseil der Kabinenbahn ein. Ein anderer sicherte ihn mit einem langen Seil und ließ ihn langsam zu der ersten Kabine hinabfahren.

 

Außen an der Kabine hängend legten die Bergretter dann den Passagieren ein so genanntes Rettungsdreieck an, in das diese sich hineinsetzen konnten. An einem Seil wurde der Fahrgast dann langsam zu Boden abgelassen und hier von einem weiteren Bergretter in Empfang genommen. Besonders war bei dieser Evakuierungsübung der Umstand, dass die Bergretter bewusst mit der eintretenden Dunkelheit konfrontiert wurden. Hier galt es nun alle erforderlichen Handgriffe nur mit dem Licht der Stirnlampen zu meistern. Auch diese Aufgabe wurde von allen Kräften gemeistert.

 

Die Waldecker Bergbahn zwischen dem Edersee-Ufer und dem Schloss transportiert in einer Saison bis zu 100.000 Passagiere. Sie ist 700 Meter lang und überwindet 120 Höhenmeter. Maximal dürfen 28 Kabinen, die je zwei Personen befördern können, gleichzeitig am Seil hängen, erklärte Windhausen. (WIN)

 Bergretter fährt am Tragseil zur Kabine ab

 

Auf der bergseitigen Stütze wird das „Abfahren“ vorbereitet

 

Höhen von bis zu 22 m müssen überwunden werden

 

Bergretter bereitet außerhalb der Kabine das Ablassen vor

Bilder: Bergwacht Bereitschaft Bad-Wildungen

Suchaktion in Frankenau

Waldeck- Frankenberg FRANKENAU. Eine vermisste 49-Jährige aus Frankenau, die seit Freitag verschwunden war, ist am Sonntag lebend aufgefunden worden.

Die 49-Jährige war am Freitag gegen 11 Uhr zuletzt gesehen worden, als sie zu Fuß von ihrer Wohnanschrift in Frankenau in Richtung Feriendorf ging. Nachdem Angehörige am Samstag Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattet hatten, organisierten die Ermittler der Frankenberger Station eine Suchaktion. Daran waren unter anderem mehrere Hunde einer DRK-Rettungshundestaffel sowie ein Diensthund der Polizei beteiligt. Die Suche, an der auch Bewohner des Ortes beteiligt waren, wurde am Abend nach Einbruch der Dunkelheit erfolglos abgebrochen.

Die Polizei befürchtete nach einer Mitteilung von Sonntagvormittag, dass sich die Frau in einer hilflosen Lage befinden könnte. Damit lag die Polizei richtig: Denn nachdem zwei Pilzsammlerinnen die 49-Jährige im Wald in der Nähe von Mengershof bewusstlos auf dem Waldboden liegend aufgefunden hatten, behandelte sie der per Notruf angeforderte Notarzt.

Um die Frau aus sehr unwegsamem Gelände zum Rettungswagen zu bringen, waren auch die Feuerwehren aus Altenlotheim und Frankenau im Einsatz. Zur Unterstützung wurde die Bergwacht aus Bad Wildungen nachgefordert. Die bereits notärztlich versorgte Patientin musste nach einem längeren Transport mit der Gebirgstrage erst in das Bergrettungsfahrzeug umgelagert werden, mit anderen Fahrzeugen war die Einsatzstelle nicht erreichbar. Nach einem ca. 2,5 km langen, sehr langsamen und schonendem Transport konnte die Patientin an den Rettungswagen übergeben werden. 4 Bergretter waren nahezu 3 Stunden im Einsatz.(112- Magazin, WIN)