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Neue Notfallmeldeschilder im Taunus – GPSkannlebenretten

Großer Feldberg, den 25.11.2017

"GPS kann Leben retten" heißt die kürzlich angelaufene Kampagne der Bergwacht Großer Feldberg zur Förderung der Sicherheit im Mittelgebirge.

Bei der Rettung von Menschen an schwer zugänglichen Orten im Gelände ist die Bergwacht mit ihrer Fachkompetenz und Ausrüstung gefragt. Oftmals müssen Einsatzstellen aber erst aufwändig gesucht werden, weil im Notruf die Ortsangaben im Gelände ungenau oder missverständlich sind. Notfall-Meldeschilder sollen im Taunus nun Abhilfe schaffen: Gemeinsam mit dem Naturpark Taunus hat die Bergwacht Großer Feldberg diese Schilder entwickelt. Neben der Notrufnummer 112 ist auch der eigene Standort abzulesen, in Textform oder als GPS-Koordinate.

 

Ulrich Krebs, Hochtaunus-Landrat und Vorsitzender des Naturpark Taunus, hat nun gemeinsam mit Vertretern der Bergwacht Großer Feldberg das erste Notfall-Meldeschild an einem Naturpark-Wegweiser in der Nähe der „Gaststätte Rotes Kreuz“ angebracht. Er bedankte sich bei den Rettern der Bergwacht und dem Geschäftsführer des Naturpark Taunus, Herrn Uwe Hartmann, für das Engagement und die Kooperation zwischen beiden Institutionen zum Wohle aller Waldbesucher: „Wir wünschen allen Erholungsuchenden einen sicheren Aufenthalt in unserem schönen Mittelgebirge, und dass sie niemals auf die Schilder angewiesen sind. Aber wenn doch mal etwas passiert ist es gut, dass es diese Schilder nun gibt. Sie ergänzen die bereits vorhandenen Rettungspunkte der Rettungskette Forst.“ ergänzt er auch in seiner Funktion als oberster Leiter der Gefahrenabwehrbehörden im Landkreis Hochtaunus.

„Wir versprechen uns nicht nur präzisere Notfallmeldungen auf Grund der Standortangaben, wir hoffen auch, die Waldbesucher für das Thema GPS und Sicherheit im Mittelgebirge sensibilisieren zu können.“ erläutert Hartmut Lischke, Landesleiter der Bergwacht Hessen. Auf den Schildern ist nämlich auch ein QR-Code aufgedruckt, der auf die Internetseite der Kampagne www.GPSkannLebenretten.de verweist. Dort ist nachzulesen, wie die Standortbestimmung mit dem eigenen Smartphone funktioniert und was bei einem Notfall im Gelände außerdem zu beachten ist. „Viele Waldnutzer verfügen über ein modernes GPS-Smartphone, mit dessen Hilfe man im Notfall seinen Standort präzise angeben kann. Dieses Potenzial möchten wir aktivieren, um die Notfallversorgung auch im Gelände noch weiter zu optimieren.“ ergänzt der Projektleiter der Bergwacht Großer Feldberg, Björn Nolting.

 

Über 200 weitere Notfall-Meldeschilder werden nun folgen und in den nächsten Wochen durch Mitarbeiter des Naturparks über das gesamte Hochtaunusgebiet verteilt fachgerecht installiert.

(NGl/BNo)

Gleitschirmflieger-Rettung am Tag der Deutschen Einheit

Die Bergwacht Großer Feldberg ist am 03. Oktober gegen 17.10 Uhr zur Rettung eines Gleitschirmfliegers im Taunus alarmiert worden. Der Gleitschirmflieger war unterhalb der Ortschaft Schmitten-Treisberg in einem Laubbaum notgelandet und hing anschließend – glücklicherweise unverletzt – in ca. 10 Metern Höhe fest. Bis die Bergwacht-Retter eintrafen hatte die Feuerwehr der Gemeinde Weilrod den Gleitschirmflieger mit Hilfe einer Steckleiter bereits erreicht, gegen weiteren Absturz gesichert und am Baumfuß für alle Fälle einen Luftkissen-Sprungretter vorbereitet. Auch die Drehleiter der Feuerwehr Usingen war im Einsatz, die Geländeverhältnisse ließen aber eine Aufstellung des Hubrettungsfahrzeuges nicht zu.

Nachdem gemeinsam verschiedene Möglichkeiten und Gefahren abgewogen und die Vorgehensweise zwischen Feuerwehr und Bergwacht abgestimmt worden war, kletterte ein in der Baumrettung geschulter Retter der Bergwacht in die Baumkrone und brachte oberhalb des Gleitschirmpiloten einen Anschlagpunkt an. Dort wurde das Abseilgerät der Feuerwehr Usingen befestigt, das der Pilot mit Hilfe einer Sicherheitsleine bereits zu sich aufgezogen hatte. Er konnte daraufhin unter Anleitung des Baumretters die Sicherung an seinem Gurtzeug selbst anlegen, der Baumretter zog das Abseilgerät zum Anschlagpunkt auf und der Havarist wurde durch die Feuerwehr zum Boden abgelassen, während weitere Bergwacht-Helfer mit einem Abhalteseil allzu starke Pendelbewegungen des Gleitschirmgurtes verhinderten. Der Pilot hatte ca. 30 Minuten nach Eintreffen der Bergwacht wieder festen Boden unter den Füßen.

Dieser Einsatz zeigt, wie effektiv die verschiedenen Ressourcen und Möglichkeiten der beteiligten Organisationen kombiniert und ergänzend eingebracht werden können, um das für den Betroffenen beste und vor allem sicherste Ergebnis zu erzielen. Vielen Dank an die Kameraden der Feuerwehren Weilrod und Usingen für die reibungslose und zuverlässige Zusammenarbeit! Das war, an diesem Gedenktag, ebenfalls gelebte Einheit – im Rettungswesen.

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