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Autopulse im Bergwacht-Einsatz

Großer Feldberg, den 12.03.2018

Nachdem beide Notarzt-Einsatzfahrzeuge des DRK Kreisverbandes Hochtaunus mit automatischen Reanimationsgeräten des Typs Autopulse ausgestattet wurden, haben wir uns im Rahmen einer Fortbildung auf die Geräte einweisen lassen. Schließlich ist es gerade bei einer Rettung aus dem Gelände unter Reanimation sehr hilfreich, wenn bei den längeren Transportwegen und oft schwierigen Wegeverhältnissen die Herz-Druck-Massage von einem Automaten durchgeführt werden kann.

Natürlich durfte dabei der Praxis-Test für den Einsatz bei der Bergwacht nicht fehlen: Es galt auszuprobieren, ob die recht großflächige Bodenplatte des Reanimationsgerätes auch in einer Gebirgstrage oder in einem Ackja Platz findet, und ob das Gerät in einem geschlossenen Bergesack zuverlässig arbeiten kann. Nach der erfolgreichen Erprobung in der Fahrzeughalle (siehe Fotos) schloss sich dann auch noch ein ebenso überzeugender Praxistest im Gelände an.

Autopulse 2  Autopulse 1

Hand in Hand mit der Feuerwehr

Großer Feldberg, den 03.03.2018

Bei weiterhin stark vereisten Wegeverhältnissen musste die Bergwacht Großer Feldberg auch an diesem Samstag wieder zwei Einsätze bewältigen. Während der erste Einsatz an der Schlittenwiese "Pechberg" in Oberreifenberg noch als Standardsituation bezeichnet werden kann, handelte es sich bei dem zweiten Einsatz um eine für die Bergretter nicht gerade alltägliche Situation.

180303 Hand in Hand mit der Feuerwehr 1

Die Feuerwehren der Gemeinde Schmitten konnten uns bei beiden Einsätzen sehr trag- und tatkräftig unterstützen: Da der verletzte Schlittenfahrer am Pechberg nur bergauf zu retten war, waren wir für die Hilfe der Feuerwehrkameraden beim Patiententransport sehr dankbar.

Der weniger alltägliche Einsatz ereignete sich am späteren Abend. Die anwesenden Bergretter rieben sich ungläubig die Augen angesichts des nahezu unbegreiflichen Bildes, das sich ihnen bot: Die Hilfesuchenden hatten versucht, den komplett vereisten und stark abschüssigen Weg vor der Bergwacht-Dienststation mit ihrem SUV zu befahren. Dabei rutschte das fast 2 Tonnen schwere Fahrzeug ab, blieb manövrierunfähig auf dem blanken Eis stehen und drohte, die Schlittenpiste weiter abzurutschen.

Die Bergretter sperrten die Einsatzstelle ab, sicherten umgehend das Fahrzeug mit Seilen und informierten erneut die Kameraden der Feuerwehr, um die potentielle Gefährdung von Spaziergängern und Rodlern zu minimieren, die auch zu dieser Zeit noch am Feldberg unterwegs waren. Der daraufhin an der Einsatzstelle eingetroffene Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Schmitten lobte die fachgerechten Sicherungsmaßnahmen der Bergwacht und übernahm die Einsatzstelle gemeinsam mit der Polizei. Hierbei zeigte sich wiederum die gute organisationsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bergwacht und Feuerwehr.

Eine solch ungewöhnliche Situation, die auch ohne Zweifel als Aprilscherz durchgehen könnte, zeigt auf ein Neues die außergewöhnlichen Einsatzszenarien, die der Bergwachtdienst mit sich bringt, und auch die vielen interessanten Berührungspunkte zu unseren Partnerorganisationen.

(BNo/NGl)