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Mehrere Einsätze für die Bergwacht

Großer Feldberg, den 28.11.2017

Bereits am 23.12. musste die Besatzung der Dienststation auf dem Großen Feldberg zu zwei Einsätzen ausrücken: Am frühen Nachmittag wurden der Rettungswagen, der Allrad-KTW sowie das ATV der Bergwacht und der Notarzt Bad Homburg durch die Leitstelle Hochtaunus zu einem Notfall im Waldgebiet zwischen Fuchstanz und Altkönig alarmiert. Kräfte der Bergwacht trafen hier als erstes nach der Anfahrt über teils schneebedeckte Waldwege beim Patienten ein und leiteten sofort eine notfallmedizinische Versorgung ein.

Unmittelbar nach Ende dieses Einsatzes rückten der KTW der Bergwacht sowie das ATV auf Anforderung zur Unterstützung eines Rettungswagens des MHD Usingen zu einem Pferdesturz am Eichkopf bei Usingen-Wernborn aus. Die Patienten wurde nach der Versorgung mit dem Bergwacht-KTW aus dem Wald zur Übergabe an den Rettungswagen transportiert, der sie schließlich in eine Klinik brachte.

Am Vormittag des 27.12. erfolgte eine erneute Alarmierung der Bergwacht: Eine Wanderin war auf einem Wanderweg von der Schellbachkurve in Richtung Kolbenberg kollabiert. Bei zunächst unklarer Örtlichkeit konnte die Patientin schnell durch Kräfte der Bergwacht in einem nur fussläufig erreichbaren Steilstück lokalisiert werden. Die Patientin wurde nach der Versorgung durch Kräfte der Bergwacht zur Schellbachkurve gebracht, wo sie an die Einheiten des Rettungsdienstes übergeben wurde.

(HEi/NGl)

Neue Notfallmeldeschilder im Taunus – GPSkannlebenretten

Großer Feldberg, den 25.11.2017

"GPS kann Leben retten" heißt die kürzlich angelaufene Kampagne der Bergwacht Großer Feldberg zur Förderung der Sicherheit im Mittelgebirge.

Bei der Rettung von Menschen an schwer zugänglichen Orten im Gelände ist die Bergwacht mit ihrer Fachkompetenz und Ausrüstung gefragt. Oftmals müssen Einsatzstellen aber erst aufwändig gesucht werden, weil im Notruf die Ortsangaben im Gelände ungenau oder missverständlich sind. Notfall-Meldeschilder sollen im Taunus nun Abhilfe schaffen: Gemeinsam mit dem Naturpark Taunus hat die Bergwacht Großer Feldberg diese Schilder entwickelt. Neben der Notrufnummer 112 ist auch der eigene Standort abzulesen, in Textform oder als GPS-Koordinate.

 

Ulrich Krebs, Hochtaunus-Landrat und Vorsitzender des Naturpark Taunus, hat nun gemeinsam mit Vertretern der Bergwacht Großer Feldberg das erste Notfall-Meldeschild an einem Naturpark-Wegweiser in der Nähe der „Gaststätte Rotes Kreuz“ angebracht. Er bedankte sich bei den Rettern der Bergwacht und dem Geschäftsführer des Naturpark Taunus, Herrn Uwe Hartmann, für das Engagement und die Kooperation zwischen beiden Institutionen zum Wohle aller Waldbesucher: „Wir wünschen allen Erholungsuchenden einen sicheren Aufenthalt in unserem schönen Mittelgebirge, und dass sie niemals auf die Schilder angewiesen sind. Aber wenn doch mal etwas passiert ist es gut, dass es diese Schilder nun gibt. Sie ergänzen die bereits vorhandenen Rettungspunkte der Rettungskette Forst.“ ergänzt er auch in seiner Funktion als oberster Leiter der Gefahrenabwehrbehörden im Landkreis Hochtaunus.

„Wir versprechen uns nicht nur präzisere Notfallmeldungen auf Grund der Standortangaben, wir hoffen auch, die Waldbesucher für das Thema GPS und Sicherheit im Mittelgebirge sensibilisieren zu können.“ erläutert Hartmut Lischke, Landesleiter der Bergwacht Hessen. Auf den Schildern ist nämlich auch ein QR-Code aufgedruckt, der auf die Internetseite der Kampagne www.GPSkannLebenretten.de verweist. Dort ist nachzulesen, wie die Standortbestimmung mit dem eigenen Smartphone funktioniert und was bei einem Notfall im Gelände außerdem zu beachten ist. „Viele Waldnutzer verfügen über ein modernes GPS-Smartphone, mit dessen Hilfe man im Notfall seinen Standort präzise angeben kann. Dieses Potenzial möchten wir aktivieren, um die Notfallversorgung auch im Gelände noch weiter zu optimieren.“ ergänzt der Projektleiter der Bergwacht Großer Feldberg, Björn Nolting.

 

Über 200 weitere Notfall-Meldeschilder werden nun folgen und in den nächsten Wochen durch Mitarbeiter des Naturparks über das gesamte Hochtaunusgebiet verteilt fachgerecht installiert.

(NGl/BNo)