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Serie von "Wanderunfällen"

Großer Feldberg, den 29.04.2018

Gleich fünfmal wurde das Einsatzfahrzeug der Bergwacht Großer Feldberg am heutigen Sonntag ins Gelände gerufen. Es galt, mehrere verletzte bzw. erkrankte Wanderer sowie einen gestürzten Mountainbiker zu lokalisieren, notfallmedizinisch zu versorgen und aus dem Wald zu transportieren. Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um echte Notfälle, es waren Szenarien, die wir im Rahmen einer Bergwacht-Fortbildung für Naturparkführer des Naturpark Taunus simuliert hatten.

Inhalt der Fortbildung war das Notfallmanagement im Gelände: Die Naturparkführer wurden zunächst in einem Vortrag geschult, wie man Notfälle im Gelände strukturiert und zielstrebig bewältigen und dabei vor allem den Notfallort präzise per GPS bestimmen kann. Anschließend wurde in dem mehrstündigen Praxisteil jeweils ein Teilnehmer als Führer der Gruppe überraschend mit einer Notfallsituation konfrontiert, in der ein anderer Teilnehmer den Verletzten oder Erkrankten simulierte. Dabei konnten sich auch die "unbeteiligten" Teilnehmer den Merksatz für das strukturierte Vorgehen einprägen und die verschiedenen Maßnahmen unter realistischen Bedingungen erproben, angefangen bei der Standortbestimmung per GPS bis hin zum Absetzen des Notrufs und der Übergabe des Patienten an die Bergwacht-Retter. Auch die Nachsorge für die Gruppe nach dem Abtransport des Patienten wurde einbezogen.

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Diese Fortbildung von Wanderführern ergänzt unsere Kampagne „GPS kann Leben retten“, durch die wir auf die Möglichkeiten der modernen Ortungstechnologie speziell im Geländenotfall aufmerksam machen. Für die Naturparkführer ist nach den heutigen vielfältigen Erfahrungen jedenfalls die GPS-Funktion des Smartphones als wertvolle Unterstützung im Notfall nicht mehr wegzudenken. Sie haben unsere Anregungen begeistert aufgenommen und souverän in der Praxis umgesetzt.

Wie man den Standort per GPS bestimmen kann ist auf unserer Kampagnen-Homepage www.GPSkannLebenretten.de nachzulesen.

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Luftrettungseinsatz nach Waldarbeiterunfall

Großer Feldberg, den 12.04.2018

Am Vormittag des 12. April wurde Alarm für die Bergwacht-Bereitschaft Großer Feldberg ausgelöst: ein Waldarbeiter wurde bei Oberursel-Oberstedten bei Baumrückearbeiten verletzt. Die Bergwacht-Einsatzkräfte machten sich umgehend auf den Weg ins Gelände und trafen sich an einem Forst-Rettungspunkt mit einer Mitarbeiterin des Forstamtes, die die Einsatzkräfte dann zur einige hundert Meter höher liegenden Einsatzstelle brachte.

Der Waldarbeiter war von einem Baumstamm erfasst worden, der sich beim Zug mit der Seilwinde verkantet hatte und dann gegen den Unterschenkel des Mannes geschlagen war. Vor Ort war schnell klar, dass angesichts der starken Schmerzen des Patienten die Rettung per Helikopter angebracht war. Also wurde durch den Bergwacht-Einheitsführer ein Hubschrauber mit Rettungswinde der Hessischen Polizeifliegerstaffel angefordert. So konnte man dem Patienten den langwierigen Abtransport durch das unwegsame Gelände zum weit oberhalb liegenden Waldweg und die lange Fahrt über die unebenen Forstwege ersparen.

Der vom BW-Einheitsführer an die Einsatzstelle beorderte Notarzt des DRK Hochtaunus nahm dann noch an der Einsatzstelle eine Schmerztherapie vor, so dass der Patient nach der Versorgung der Beinverletzung in den Luftrettungs-Bergesack umgelagert werden konnte. Um ihm das nochmalige Umlagern auf die Trage des bereitstehenden Rettungswagens zu ersparen und um die Transportdauer zu verkürzen wurde im allseitigen Einverständnis entschieden, von der Einsatzstelle direkt die Hubschrauber-Landeplattform der Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg anzufliegen, wo der Bergwacht-Luftretter den Patienten direkt an das Ärzteteam übergab.

Der Einsatzablauf hat reibungslos funktioniert, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass die Bergwacht-Luftretter ein enormes Trainingspensum bewältigen und mehrmals im Jahr mit den Hubschrauberstaffeln der Landes- und der Bundespolizei die Abläufe üben. Auch die optimale Kommunikation der Einsatzkräfte am Boden mit der Rettungsleitstelle, der Flugeinsatzzentrale der Polizei und natürlich mit dem Polizeihubschrauber selbst hat maßgeblich zum Einsatzerfolg beigetragen.

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