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Kranführerrettung mit der Korbtrage

„Oh Gott, oh Gott – was macht ihr mit mir?“ stöhnt Frank, der Kranführer des Hochbaukranes an der Alten Leipziger in Oberursel, als die Korbtrage, in der er festgeschnallt ist, mit einem sanften Ruckeln in Schräglage über die Kante des Kranauslegers rutscht.

Schließlich verlässt er seinen Arbeitsplatz normalerweise über die Leiter im Gitterturm und mit einigermaßen festem Boden unter den Füßen. Am vergangenen Samstag jedoch wurde er aus über fünfzig Metern Höhe abgeseilt – mehrfach gesichert an zwei unabhängig voneinander arbeitenden Seilsystemen und ständig begleitet durch einen Sanitäter der Bergwacht Großer Feldberg. Später am Boden angekommen gesteht er dann: „Wenn man erst mal frei hängt, dann ist es schon in Ordnung. Bei euch weiß ich jetzt: Ihr könnt das!“

 

Dass die Bergwacht auch erkrankte Kranführer retten kann liegt daran, dass ihre Einsatzkräfte auch in der Höhenrettung eingesetzt werden und diese Abläufe regelmäßig üben, genauso wie die Geländerettung und die medizinische Notfallversorgung. Dabei gab es diesmal für die Höhenretter der Bergwacht trotzdem einige Unwägbarkeiten. Das Ziel der Übung war nämlich die Erprobung eines neu eingeführten Rettungsverfahrens und das auch noch an einem neuen Krantyp. Nach verschiedenen Ausbildungsgängen und Übungen „auf dem Trockenen“, im Gelände und an der Burg Königstein sollte sich das Verfahren nun auch in der Höhenrettung bewähren.

 

Der Übungsleiter der Bergwacht, Björn Nolting, bestätigte dann auch: „Es hat alles gut geklappt. Wir haben durch die Übung aber auch wertvolle Erkenntnisse gewonnen, wie wir das neue Verfahren noch optimieren können, wenn wirklich nur die Seilrettung in Frage kommt.“

Im Ernstfall könnte die Bergwacht den Erkrankten nämlich auch per Helikopter vom Kran holen, aber das geht nicht immer, zum Beispiel bei starkem Wind oder schlechter Sicht.

„Wir bedanken uns bei der Firma FKN, die die Übung selbst angeregt und uns den Kran unkompliziert zur Verfügung gestellt hat, und natürlich bei dem Kranführer“, so Nolting. „Die Erkenntnisse aus der Übung werden spätestens im Frühjahr in weiteren Übungen vertieft, sobald die Wintersaison vorbei ist.“

In den nächsten Monaten müssen sich die Bergwacht-Retter nämlich wieder verstärkt auf verunglückte Rodler, Schneespaziergänger und Skilangläufer einstellen. Aber auch das Höhenrettungsmaterial liegt natürlich jederzeit bereit.

Herbstlicher  - Jugendtag auf dem Großen Feldberg 

 

Großer Feldberg. Am letzten Oktobersamstag organisierten erstmals die Jugendlichen der Bergwacht Bereitschaft Großer Feldberg einen Jugendnachmittag. Alle Jugendlichen der Bereitschaft sowie auch drei externe Jugendliche waren per Email aufgerufen worden, sich zum ersten selbst organisierten Jugendnachmittag auf der Bergrettungsstation der Bereitschaft auf dem Feldberg zu treffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Der Kuchen wurde proffessionell von einer Footografin in den neu mit Baumhecke gestalteten Garten der Bergrettungsstation hineingebaut und war selbstverständlich nicht so groß wie abgebildet) 

Auf der Tagesordnung stand die geplante Besteigung eines Baumes sowie eine mögliche Rettung eines Hilfesuchenden vom Baum. Dieses konnte ein Kletterer sein, der sich nicht mehr traute, herunterzusteigen oder ein Gleitschirmflieger, der in den Baum abgestürzt war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf zwei Gruppen verteilt wurde die Seilanbringung im Baum mittels Sandsackschleuder geübt. Hierbei wird ein kleiner Sandsack  mit einer Schleuder um einen stärkeren Baumast katapultiert, an dem ein dünnes und und daran ein stärkeres Sicherungsseil hängt, mit dem sich ein Baumretter sichern kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der zweiten Gruppe übten die Jugendlichen, immer unter Aufsicht erfahrener Bergretter, das direkte Hinaufsteigen auf einen Baum mit spezieller Baumkletterausrüstung.

Nach gemeinsamen Grillen und Rettungskuchenessen auf der Bergrettungsstation kam von Seiten der Jugendlichen noch der Wunsch nach einer Nachtübung auf. Ein Pilzsammler war im Dunkeln der Nacht auf glitschigem Waldboden ausgrutscht und hatte sich sowohl am Rücken als auch am Hinterkopf verletzt. Er jammerte ganz fürchterlich wegen stärkster Rückenschmerzen und würgte wegen seiner angenommenen Gehirnerschütterung sehr realistisch. 

Schließlich konnten die Nachwuchsretter der Bergwacht den Verletzten aber doch wohlbehalten aus dem Wald retten und wieder zur Bergstation zurückbringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank an Jugendtagsteilnehmerin Ronja Andreew, die in vielen Stunden Feinstarbeit den leckeren Rettungswagenkuchen für uns herstellte

Bericht: Peter Daniel