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Naturschutz - auch eine Aufgabe der Bergwacht

Neben den Aufgaben der Bergrettung gehört auch der Naturschutz zu den wesentlichen Aufgaben der Bergwacht. Als einzige in diesem Bereich tätige Organisation verlangt die Bergwacht von all ihren Mitgliedern daher, in diesem Wissensgebiet ausgebildet zu sein. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am frühen Samstagmorgen dem 11.10.2014 ging es für die 13 Teilnehmer/innen der diesjährigen Naturschutzprüfung der Bergwacht Hessen auf den Hoherodskopf bei Schotten. Mit dabei auch ein Mitglied der Bergwacht Großer Feldberg.

Trotz des morgendlichen Nebels gingen vor der Bergwachtstation auf dem Hoherodskopf bereits schon die ersten Wanderer ihrer Wege, während in der Hütte die Bergwacht-Jugend eine Prüfung ablegte.

Nach einem großen Hallo zwischen den Naturschutz- und Jugendprüflingen ging es sogleich ans Werk.  Zunächst wurde der Kurs in Gruppen eingeteilt und die Aufgaben für die mündliche Prüfung am Folgetag verteilt. Dabei ging es um die Beschreibung spezifischer Biotope.  Anschliessend folgte unter der fachkundigen Anleitung des Landesreferenten für den Naturschutz, Jürgen Ammon, ein Tag intensiven Lernens und gemeinsamen Rekapitulierens.  Gesetzeskunde, Elemente des Naturschutzes, praktische Arbeiten im Naturschutz, Biotope und Arten, all dies waren nur Ausschnitte aus einem weiten Feld an Wissen, für dessen Bewältigung die Teilnehmer/innen bereits in den Wochen vor der Prüfung intensiv gelernt haben.

 

Nach einer für viele Kamerad/innen geselligen aber kurzen
Nacht ging es am nächsten morgen bereits in schnellem
Tempo weiter und die eigentliche Naturschutzprüfung
begann unmittelbar nach dem Frühstück. Jürgen Ammon
hatte inzwischen Verstärkung von weiteren Prüfern bekommen,
so dass die schriftliche Prüfung (40 Fragen im Multiple Choice
und im offenen Format), die mündliche Prüfung (Vortrag über je
eine Biotopart) und die praktische Prüfung (Durchführung
und Dokumentation einer Naturschutzstreife) effizient und
ohne lange Wartezeiten für die Teilnehmer durchgeführt
werden konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt haben die Teilnehmer/innen an dem Wochenende ihr vorhandenes Wissen über den Naturschutz ausbauen und gemeinsam viel Neues zu diesem Thema erarbeiten können. Durch den Praxisanteil wurden die Helfer/innen auch in die Lage versetzt, das neue und frisch geprüfte Wissen mit Selbstvertrauen in die Praxis umsetzen zu können.

Autor: Samy Harraz, Bereitschaft Großer Feldberg

Neues GPS-Pad bewährt sich im Einsatz

Als die Bergwacht Großer Feldberg am späten Sonntagabend zu einem Rettungseinsatz im Friedrichsdorfer Wald alarmiert wurde, war das neue GPS-Pad gerade erst im Einsatzfahrzeug installiert worden und erlebte so seine „Feuertaufe“ schneller als erwartet.

Die Notfallmeldung lautete „Internistischer Notfall im Wald oberhalb Friedrichsdorf“, so dass sich die Bergwacht zunächst am Waldrand mit dem ebenfalls alarmierten Rettungswagen, dem Bad Homburger Notarzt, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, dem Führungstrupp der Einsatzeinheit IV Friedrichsdorf und der Polizei traf, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Da es zwar konkrete Hinweise auf die Lage der Einsatzstelle gab, aber nicht klar war, ob die Waldwege für den RTW befahrbar sind, wurde zügig entschieden, das ATV der Bergwacht zur Erkundung und Erstversorgung einzusetzen.

Die Koordinate des durch das Vorkommando der Polizei benannten Waldweges wurde anhand der UTM-Karte bestimmt, so dass das ATV die Einsatzstelle mit GPS-Navigationsunterstützung anfahren konnte - ohne umständliches Kartenlesen unterwegs.

Nachdem das ATV die Einsatzstelle erreicht hatte, wurde wiederum der genaue Standort an die Einsatzleitung übermittelt, so dass der Allrad-Krankenwagen der Bergwacht ebenfalls zielgenau die Einsatzstelle anfahren und den Patienten zum wartenden Rettungsdienst bringen konnte.

Hier leistete das eben angeschaffte GPS-Pad (ein Tablet-PC mit Karten- und Navigationssoftware) wertvolle Hilfe, da man auf dem recht großen Kartenausschnitt den Verlauf aller umliegenden Wege gut überblicken und die Einsatzstelle sowie die eigene Position im Gelände einfach ablesen kann.

So spielt die Beeinträchtigung der Orientierung in der stockfinsteren Dunkelheit des Waldes kaum noch eine Rolle.

Nachdem der Patient vom Notarzt gesichtet und in den RTW verbracht worden war, wurden der ebenfalls in Bereitstellung befindliche Bergwacht-Rettungswagen sowie auch der KTW zusammen mit dem Bergwacht-Notarzt noch zu zwei weiteren Notfalleinsätzen in Friedrichsdorf beordert.

So konnten die Bergwacht-Kameraden einmal mehr unter Beweis stellen, dass ihnen der übergangslose Wechsel zwischen Outdoor-Rettung und Notfallversorgung im Wohnzimmer mühelos gelingt.

Autor: Björn Nolting