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Brutröhren für Steinkautz bezugsfertig

Vor wenigen Wochen hat der Bergwachtbereitschaftsleiter Heinrich Nitz. der Naturschutzwart Heinz-Walter Heyng und sein Stellvertreter Karl-Werner Brauer 3 Brutröhren für den sehr seltenen gewordenen Steinkautz (Athene noctua) an alten Obstbäumen im Obergeiser Siechegraben aufgehängt.

Bild: Der Naturschutzwart Heinz-Walter Heyng und sein Stellvertreter Karl-Werner Brauer bei der Anbringung der dritten Brutröhre für den Steinkautz.

Auslöser der Aktion war der NABU Bad Hersfeld, der bei der Jubiläumsfeier der Bergwacht Neuenstein eine Brutröhre überreicht hatte.
Der Steinkautz ist der Wappenvogel der griechischen Hauptstadt Athen.
Er kam früher in unserer Region regelmäßig in alten Obstbaumbeständen vor.

Bild: Naturschutzwart Heinz-Walter Heyng im Naturschutzgebiet Hirtenwiese bei Salzberg.
Eine Woche vor der Steinkautz-Aktion hängten Heyng und der Bereitschaftsleiter Heinrich Nitz bei der Hirtenwiese drei dankenswerterweise von Herbert Jacob gebauten Nistkästen auf.

Sein nächtlicher Ruf "kuuwit" wurde im Volksmund als "komm mit" interpretiert und als Ankündigung eines kurz bevorstehenden Todesfalles verstanden. In den letzten Kriegsjahren, als fast täglich Nachrichten von Gefallenen eintrafen, löste sein abergläubisch verstandener Ruf oft Panik aus. Der kleine unschuldige Vogel wurde dann verscheucht und nicht allzu selten auch mit dem Kleinkaliebergewehr beschossen.

Eigentlicher Grund für sein fast vollständiges Verschwinden aus der Region ist aber da Abholzen alter Obstbaumbestände und das Fehlen von Kopfweiden an den Bachläufen. Auch braucht er extensiv genutzte Wiesenweideflächen, auf denen er bei seinen nächtlichen Pirschflügen die umher huschenden Mäuse sehen kann.
Die im Umfeld des Siechegrabens befindlichen Pferdekoppeln bieten solche Weideflächen, die hoffen lassen, dass der Steinkautz sich durch das Angebot künstlicher Nisthilfen dort wieder ansiedelt. Wird nur eine Brutröhre angebracht, ist das meist nicht zielführend, da der Kautz mindestens eine weitere als Speisekammer benötigt, in der er seine nächtliche Beute an Mäusen, Fröschen, Schnecken und Regenwürmern verstaut. Daher erwarb die Bergwacht Neuenstein zusätzlich eine weitere Brutröhre. Eine Dritte schenkte Horst Schmidt aus Raboldshausen dazu.

Herzlich willkommen Athene noctua!

Karl-Werner Brauer
stv. Naturschutzwart
Bergwachtbereitschaft Neuenstein

 

 

 

Frühling am Eisenberg

Pünktlich zum Beginn des Monats März schoben die Märzenbecher trotz ungünstiger Witterung die ersten Blütenknospen aus dem feuchten Waldboden im "Heiligen Holz" am Eisenberg.
Jetzt ist Zeit der Hochblüte. Wer sich daran erfreuen will, braucht nur vom Parkplatz am Stern aus dem Archäologischen Wanderweg folgen, um auf etwa der Hälfte des Wegs die vieltausendfache Blütenpracht zu bewundern.

 

 

Bild: Ein Blütenmeer von Märzenbecher am Eisenberg

 

Bild: Besonders große Blüten von Märzenbecher am Eisenberg

 

Die DRK- Bergwachtbereitschaft Neuenstein macht aus gutem Grund erneut darauf aufmerksam, dass das Bewundern fotografieren und anschauen einschließt, aber pflücken, oder gar ausgraben eindeutig ausschließt.

! Das Märzenbechervorkommen steht unter Naturschutz !

 

Karl-Werner Brauer
stv. Naturschutzwart
Bergwachtbereitschaft Neuenstein