banner
Real time web analytics, Heat map tracking

Vierbeinige Rasenmäher und Sensenmänner im Dienste des Naturschutzes

In den letzten 3 Wochen haben 20 Schafe des Landwirts Stefan Rehn den Enzian- und Orchideenstandort auf dem Kalkmagerrasen bei Raboldshausen abgeweidet. Diese mit dem Fachdienst Ländlicher Raum, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, abgesprochene Maßnahme dient der Bergwacht Bereitschaft Neuenstein und dem NABU Hersfeld der Erhaltung des Standortes der einzigartigen Naturschönheiten. Die Schafe wurden satt und die Ehrenamtlichen von Bergwacht, Alpenverein und NABU mussten nicht mehr die ganze Fläche mähen und nur noch die stehengebliebenen Stockausschläge mit der Hand- und Motorsense entfernen.

Bild: überwiegend Schwarzkopfschafe auf der Wachholderfläche bei Raboldshausen

Durch die Beweidung und das anschließende Mähen wird eine Verbuschung vermieden, die sowohl die Enziane wie die Orchideen unterdrücken und schließlich endgültig vertreiben würde.

Bild: Der Helfer Albert Nitz kann noch perfekt mit der Handsense mähen.

 Bild: Dieter Hoßfeld  (2. Vors. TSV Obergeis) bei seinem 1.Naturschutzeinsatz " Er kann nicht nur Fussball"

Bild: Stärkung der Einsatzkräfte und Abkühlung der heißen Motorsensen. v.l. Alfred Orbach (DAV Hersfeld) und Albert Nitz

Karl-Werner Brauer
stv. Naturschutzwart
Bergwachtbereitschaft Neuenstein

 

 

Sommer-Pflegearbeit auf dem Orchideenstandort Schnepfenwiese auf dem Eisenberg

Wer freut sich nicht im späten Frühjahr an den leuchtend blauen Lupinen? Doch auf der Schnepfenwiese, dem Standort der seltenen Orchidee Sumpfstendelwurz, werden sie zum Problem. Breiten sie sich ungehindert aus, unterdrücken sie die Orchideen bis zu deren völligem Verschwinden. Auf Weisung des Fachdiensts Ländlicher Raum führt die DRK Bergwacht Bereitschaft Neuenstein in Zusammenarbeit mit dem NABU Hersfeld jährlich in der zweiten Frühjahrshälfte zwei Schröpfschnitte an den Lupinen durch, damit sie sich nicht aussamen können.

Bild: Die Bergwachtler Heinz-Walter Heyng, Albert Nitz, Karl-Werner Brauer und Julian Apel (mit Motorsence) beim ersten Schröpfschnitt an den Lupinen.

Bild: Die NABU Mitglieder Harald Heidl und Walter Andres drei Wochen später bei der zweiten Pflegemaßnahme in Gestalt einer Lupinen-Rupfung.

Bild: Die Vorsitzenden vom NABU Hersfeld Harald Heidl und Heinrich Eigenbrod beseitigen das gerupfte Material. Bliebe es liegen, würde es zu Humus und somit den Boden mit Nährstoff anreichern. Die Sumpfstendelwurz-Orchidee braucht einen feuchten, nährstoffarmen Standort.

Bild: Auf der Rückfahrt vom ersten Pflegeinsatz am Eisenberg zeigt stellvertretender Naturschutzwart Karl-Werner Brauer dem Naturschutzwart Heinz-Walter Heyng und Albert Nitz eine Zweiblattorchidee auf dem Kalkmagerrasen und Enzianstandort bei Raboldshausen, die dort in diesem Jahr mit mehr als 200 Exemplaren geblüht haben.

Karl-Werner Brauer
stv. Naturschutzwart
Bergwachtbereitschaft Neuenstein