banner
Real time web analytics, Heat map tracking

90 Lebensretter als Blutspender am 16. November in Obergeis

Der letzte Blutspendetermin in diesem Jahr, startete mit Verzögerungen. Da aufgrund von Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn, das Blutspendeteam verspätet eintraf und die Blutspende erst nach 17 Uhr beginnen konnte. Auch der neue Ablauf in der Reihenfolge des Spenderdurchlaufes, verlief schwerfällig. Somit waren Verzögerungen vorprogrammiert. Die Blutspender waren überwiegend geduldig und trösteten sich mit Kaffee und Kuchen und belegten Broten.

Bild: von links: E. Böttcher vom HTV, Udo Sauer Blutspendereferent, H. Nitz 125. Spende, C. Rotter 50. Spende, Jonas Heß Bergwacht Neuenstein und H. Diebel 100.Spende

90 Blutspender wurden versorgt, davon 9 Erstspender. 8 Spender konnten eine Ehrung für Mehrfachspenden entgegennehmen. Heinrich Nitz wurde für die 125. Blutspende, Holger Diebel für die 100. Spende und Carmen Rotter für die 50. Spende geehrt. Sandra Stolle, Anja Ursula Knaul und Marcus Griesel aus Neuenstein wurden für die 25. Spende eine Ehrung überreicht. Topal Yüksel, und Carsten Winter aus Neuenstein erhielten eine Anerkennung für die 10. Blutspende. Weiterhin bekamen 4 treue Mehrfachspender einen Neuenstein Gutschein der ERGO Versicherungen, gesponsert von Mark Bernhardt, Neuenstein. Den 9 Neuspendern wurde ein Pizza-Gutschein der Pizzeria Italia aus Neuenstein ausgehändigt.

 

Bild: von links: A. Ursula Knaul 25. Spende und S. Stolle 25. Spende erhalten von E. Böttcher eine Ehrung.

18 Helfer und Helferinnen von Bergwacht, HTV Obergeis und Damengymnastikgruppe des TSV Obergeis sorgten für einen reibungslosen Ablauf während der Blutspende: bei der Anmeldung, bei der Betreuung nach der Blutspende und bei der Versorgung mit einem leckeren Essen.

 

Bild: Li: M. Griesel 25. Spende erhält eine Ehrung von E. Böttcher re

Das Blutspendeteam aus Kassel war mit 7 Personen, davon 2 Ärzten, vor Ort um die ärztliche Untersuchung, die Laborkontrolle und die Blutentnahme vorzunehmen. Vielen Dank an alle Helfer, die uneigennützig ihre Hilfe anbieten und helfen.

An dieser Stelle auch herzlichen Dank an alle Spender, die ihr Blut für die medizinische Versorgung von Patienten zur Verfügung stellen.

Denn Helfen steht jedem gut.

Blutspender sind Lebensretter

Der nächste Blutspende Termin findet am 15. Februar 2018 in der MZH Obergeis statt.

Ein Kirchgang der besonderen Art

Fünfundzwanzig fröhliche "Kirchenbesucher" und ein Hund versammelten sich am Tag der deutschen Einheit auf dem Eisenberg. Zum Abschluss einer Wanderung entlang des Archäologischen Wanderweges entstand dieses Gruppenfoto.

Die Teilnehmer stehen auf dem Platz der durch Mauerreste noch erkennbaren ehemaligen Kirche des im 15. Jahrhundert wüst gefallenen Dorfes Holstein.

Die archäologisch interessierten Wanderer folgten einer Einladung der DRK Bergwachtbereitschaft Neuenstein. Der stv. Naturschutzwart Karl-Werner Brauer informierte angesichts zweier bronzezeitlicher Hügelgräber über den vermuteten Grund, warum die alte Kultur mit Vorliebe ihre Toten entlang von Fernverbindungswegen bestattete.

Eine Erläuterung des Köhlerhandwerks fand an einer noch gut erkennbaren Weilerplatte statt.

Der einstige Erzbergbau hat zahlreiche über den ganzen Eisenberg verstreuten Grubenschächte, sogenannte Pingen, hinterlassen. Vor einem Betreten dieser teilweisen tiefen Erdtrichtern muss auch heute noch gewarnt werden. Die Verhüttung des Bohnerzes, es erinnerte in Größe und Form an Bohnen, geschah in sogenannten Waldschmieden. Der im Geistal noch heute vorkommende Familienname Waldschmidt erinnert daran.

Eine Bewaldung in heutiger Art existierte auf dem Eisenberg im Mittelalter und früher Neuzeit nicht. Vorherrschend waren weitgehend baumlose Huteflächen, die von den umliegenden Dörfern zur Ernährung des Viehbestandes genutzt wurden.

Auf diesen Flächen befanden sich Gruben, aus denen Alaun gewonnen wurde, das die Gerbereibetriebe an der Unter- und Obergeis in Bad Hersfeld zur Behandlung der Felle benötigten. Der Grabstein des letzten Alaunmeisters auf dem Eisenberg ist in der Obergeiser Kirche erhalten.

Auf der Langen Wiese am Fuße der Holsteinkuppe befand sich das Dorf Holstein. Eingestürzte Backöfen, sogenannte Ofenhügel, wie waagrecht zur Hangneigung verlaufende nach rechts und links abgehende Ackerterrassen zeugen von seinem einstigen Bestand. Eine um 1400 einsetzende kleine Eiszeit, Heimsuchungen durch die Pest, vor allem aber der von den aufblühenden Städten erzeugte Sogwirkung
- Stadtluft macht frei - dürften ihm den Garaus gemacht haben.

Eine Sühnekreuz am Weg hielt Vorübergehende  dazu an für die Seele eines dort Ermordeten zu beten.

Die Kirchenruine des Dorfes Holstein weist eine Besonderheit auf, die im Museum zu Bad Hersfeld betrachtet werden kann. Es handelt sich um den Türsturz über der ehemaligen Eingangstür der  Kirche. Auf ihm ist ein handwerklich schlicht gestaltetes Scheibenkreuz zu sehen. Wo auch immer  uns auf dem Kontinent alte Scheibenkreuzdarstellungen begegnen, haben wir es mit frühen christlichen Einflüssen von der irischen Insel zu tun.

Die Teilnehmer der Wanderung wurden an diesem Kirchenplatz verabschiedet, mit der Einladung darüber nachzudenken, was es bedeuten kann, dass 100 Jahre vor Bonifatius unsere Heimat offensichtlich schon mit der besonderen irisch - christlichen Spiritualität in Berührung gekommen ist.

Mit einem fröhlichen Auf Wiedersehen zogen die Wanderer von dannen, nachdem sie für die Arbeit der Bergwacht eine Spende in die Mütze von Bereitschaftsleiter Heinrich Nitz eingelegt hatten, für die er sich herzlich bedankte.

Stellvertr. Naturschutzwart
Bergwacht Neuenstein
Karl-Werner Brauer