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Unter Wasser ?


 

Pfingstzeltlager der DRK Bergwacht-Jugend-Hessen 2015,

vom 22.- 25.  Mai   auf dem Hoherodskopf im Vogelsberg

 

 

Vielleicht waren es Erinnerungen an leidvolle Erfahrungen zurückliegender Pfingstzeltlager der Bergwacht-Jugend Hessen, welche die Verantwortlichen in der Landesleitung unserer Nachwuchsorganisation dazu veranlasst hatten das diesjährige Zusammentreffen unter das v.g Motto zu stellen. Vielleicht war es auch nur „vorauseilender Zweckpessimismus“ ?

Ganz egal, schön war es, unterhaltsam und lustig, und unter Wasser standen eigentlich nur diejenigen, die sich im Laufe des dreitägigen Zeltlagers wenigstens einmal unter die Dusche in der Jugendherberge gestellt hatten, um sich der Zeltlagerpatina zu erwehren.

 

 

Und damit genug zum leidigen Thema Wasser und Zeltlager, denn eigentlich fand das traditionelle diesjährige Pfingstzeltlager ja unter dem äußerst erfreulichen Anlass,

60 Jahre Bergwacht Jugend Hessenstatt.

Und dieses Jubiläum sollte in angemessener Form gefeiert werden.

So war es auch nicht verwunderlich, dass viele der Aktivitäten die sich die Verantwortlichen

für die jüngeren, wie auch für die etwas älteren Teilnehmer ausgedacht hatten, in direktem Zusammenhang mit der Vorbereitung und Programmgestaltung der Festveranstaltung am

24. Mai standen. In kleinen Arbeitsgruppen die sich aus den Jugendlichen der angereisten BWJH Gruppen aus Willingen, vom Hohen Meißner, aus Bad Wildungen, Schotten und dem

Gr. Feldberg im Taunus zusammengefunden hatten wurden die historischen Ereignisse um

die Schlacht von Solferino und die Gründung des Roten Kreuzes noch einmal zusammen-

getragen und so bearbeitet, dass sie am Festabend als Schattenspiel vorgetragen werden konnten. In anderen Arbeitsgruppen nahm man sich der Chronik der BWJH von der Gründung 1955 bis ins Jubiläumsjahr 2015 an. Besonderheiten bzw. Ereignisse die den Mädchen und Jungen wichtig und erwähnenswert erschienen wurden ausgewählt und in origineller Form in der Festveranstaltung präsentiert.

 

 

Natürlich durfte in diesem Zusammen-hang auch die obligatorische Powerpoint Bildpräsentation nicht fehlen, denn wie heißt es, „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“!

Die gab es dann aber trotzdem noch, quasi ohne Top, in Form von kurzen Grußworten der Gäste der abendlichen Veranstaltung. Den Akteuren und Ideegebern des hierfür sehr liebevoll und ideenreich dekorierten Festzeltes am Waldrand sei an dieser Stelle ausdrücklich für ihr Engagement gedankt. Und oh Wunder, auch die wie „Phönix aus der Asche“ wieder

„aufgetauchte“ historischen BWJH Landesfahne“, umrahmt von den Wimpeln der Bergwacht- Jugendgruppen, verlieh der Dekoration einen dem Anlass  angemessen feierlichen Rahmen.

 

 

 

Apropos Rahmen, auch die musikalische Begleitung durch unseren Kameraden Erwin Jantschik trug sicherlich dazu bei, dass die Festveranstaltung eine stimmungsvolle und fröhliche Veranstaltung und kein steifer Kommers wurde. Spätestens beim gemeinsamen Singen am Lagerfeuer konnte sich jeder hiervon überzeugen. 

 

 

Zeltlager ohne Rundlauf  geht gar nicht: Natürlich war auch dieses Highlight jedes Pfingst-lagers Programmbestandteil der diesjährigen Zusammenkunft. Über eine Distanz von etwa

11 Kilometern, rund um den „Hoherodskopfgipfel“ mussten die 5 Gruppen aus den bereits erwähnten Bereitschaften, an insgesamt acht Stationen, ihre Wissen und ihre Kenntnisse aus den Bereichen Wandern, Fahrt und Lager sowie Naturschutz unter Beweis stellen. Knifflige, aber auch originelle und lustige Aufgaben galt es dabei ebenso zu lösen.

 

 

Neben den zuvor erwähnten Aktivitäten die ich der eher der Kategorie „Pflichtprogramm“

zuordnen möchte, bot das diesjährige Pfingstlager aber auch reichlich Gelegenheit zu Spiel und Spaß und natürlich auch zu Gesang. Inspiriert und animiert durch unseren „BWH-Landes

barden“, (sorry Erwin) bot sich allen anwesenden BWH-Angehörigen beim Karaoke reichlich Gelegenheit die Beiträge der Teilnehmer am ESC des Folgetages zu toppen.

Ob der Beitrag „Erbarmen die Hesse komme“ hierzu geeignet erschien entzieht sich aller-dings meiner Kenntnis.

 

 

Zu Beginn diese Berichtes hatte ich bereits die Bereitschaften erwähnt, die mit ihren BWJH Jugendgruppen beim Pfingstzeltlager vertreten waren. Dass war vielleicht nicht ganz korrekt,

denn die beiden Jugendgruppen der Bereitschaft Gr. Feldberg wurden offiziell ja erst am

zweiten Abend, also am Samstag (23.05) gegründet. Sei es drum, auf jeden Fall freut sich die

DRK Bergwacht Hessen natürlich über diesen Zuwachs.

 

 

Viel zu schnell sind die schönen Tage im Zeltlager auf der Wiese unterhalb des Hoherods-kopfes vergangen, die Erinnerung an dieses tolle Gemeinschaftserlebnis wird, und da bin ich

sicher, bei allen die dort waren noch lange Bestand haben.

 

Hartmut Lischke

Landesleiter DRK-Bergwacht-Hessen