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Die Aufgaben

Die Bergwacht rettet Menschen aus Bergnot, leistet Verletzten Erste Hilfe und sorgt für den Abtransport der Verletzten bis zur Übernahme durch den Krankentransport. Sie ist ein spezialisierter Teil des Rettungsdienstes.

Die Bergwacht bildet hierzu Helfer in der Ersten Hilfe und im Sanitätswesen unter besonderer Berücksichtigung des unwegsamen Geländes aus. Zu der Ausbildung im Bergsteigen und Skilaufen kommt die Kenntnis und Verwendung spezieller Rettungsgeräte.

Die Mitwirkung im Natur- und Umweltschutz gehört ebenfalls zum Aufgabengebiet der Bergwacht. Die Satzung des Deutschen Roten Kreuzes legt in der Fassung vom 19. Juni 1970 Abs. 1 unter anderem die Aufgaben und die Mitwirkung seiner Mitglieder fest. In Aufgabenkatalog dieses Abschnittes wird unter 11/2 der “Krankentransport und Rettungsdienst auf den Straßen und in den Betrieben, auf dem Wasser und in den Bergen ausdrücklich benannt.”.

(Text siehe Auszug aus der Satzung des Deutschen Roten Kreuzes § 4.)

Darüber bestehen in den Satzungen einiger DRK-Landesverbände weitergehende und mehr Bergwacht bezogene Richtlinien. Die Bergwachten Bayerisches Rotes Kreuz, Württemberg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen haben eigene Ordnungen.

Personal

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben wirbt die Bergwacht um aktive und fördernde Mitglieder. Während die aktiven Bergwacht-Helfer und Helferinnen als Anwärter aufgenommen werden, um dann in einer dreijährigen ”Lehrzeit” ihre Ausbildung zu erhalten, die jeweils mit einer Prüfung in den Fachbereichen Notfallmedizin, Sommerrettung, Winterrettung und Naturschutz abschließt, verpflichten sich die fördernden Mitglieder, die Arbeit der Bergwacht durch finanzielle Beiträge zu unterstützen. Einzelne Verbände, wie die Bergwacht Hessen und die Bergwacht Württemberg, unterhalten je eine Bergwachtjugend, die mit zur Lösung des Nachwuchsproblems beitragen.

Wachen und Fahrzeuge

Die örtlichen Bergwachtverbände unterhalten Bergrettungswachen an gefährlichen Bergstrecken im Hoch- und Mittelgebirge. Oft sind diese Einsatzstellen erheblich vom Standort der örtlichen Bergwacht~Bereitschaft entfernt. Diese Bergrettungswachen sind in der Regel an Wochenenden und Feiertagen während der Sommer- und Wintersaison besetzt.

Zum Transport von Personal und Gerät verfügen die Bergwacht-Bereitschaften über entsprechende Fahrzeuge, die auch zum Transport von Verletzten geeignet sind.

Fahrzeuge, meist geländegängig, sind in der Lage, Orte im Gelände anzufahren, zu denen ein RTW des Landrettungsdienstes aufgrund der Bauart keinen Zugang mehr hat. Für besonders schwieriges Gelände verfügt die Bergwacht über Spezialtransportmittel, wie Akja oder Gebirgstrage, die auch dann noch einen Verletztentransport zulassen. Immer wenn Wetter und Gelände es zulassen, bemüht sich die Bergwacht, in dringenden Fällen Hubschrauber zu bekommen. Hubschrauber der Bundeswehr, der zivilen SAR-D der Polizei oder des BGS bringen dann Helfer zum weit entlegenen Notfallort und transportieren evtl. Verletzte ins Krankenhaus.

Natur und Umweltschutz

Die Kooperation mit staatlichen Naturschutzbehörden, mit Gebirgs- und Wandervereinen, mit den Arbeitsgemeinschaften für Naturschutz in Schulen und vielen anderen Institutionen gehört genauso zur Aufgabe des Natur- und Umweltschutzes wie ihn der Bergwachtdienst betreibt, wie praktischer Naturschutzdienst durch Wanderführungen und Vogelfütterungen, Beteiligungen an Aktionen “Saubere Landschaft”, Unterhalt von Lehrpfaden, um nur einige Aufgabengebiete von vielen zu nennen.

In der Bergwacht sind alle nach den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes ausgebildeten und verpflichteten Helfer zusammengeschlossen. Nach entsprechender, Ausbildung wird in einer Abschlußprüfung festgestellt, ob die Bergwachtmänner und -frauen für den Bergwachtdienst geeignet sind.

Funkanlagen

Zur Steuerung der Rettungsmaßnahmen und zur Verständigung mit anderen Diensten betreibt die Bergwacht zahlreiche Funkanlagen, wie z. B.

  • ortsfeste Anlagen in Bergrettungsstationen
  • Anlagen in Kraftfahrzeugen
  • tragbare Handfunkgeräte für den beweglichen Einsatz zum Dienst oder bei Rettungsmaßnahmen.  

Für die Alarmierung der einzelnen Helfer verfügen diese oft über Funkmeldeempfänger , die sie Zuhause, unterwegs oder bei der Arbeit erreichbar machen.

Neben der Sommerrettung und der Winterrettung gibt es noch die Gebirgs- und Luftrettung und den Funkdienst im Rahmen des Funknetzes des DRK

Die Bergwacht arbeitet entsprechend der satzungsgemäßen Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes im Dienst am Nächsten und führt den

 

  • Sanitäts- und Rettungsdienst in den Alpen und Mittelgebirgen
  • Natur- und Pflanzenschutz nach den gesetzlichen Bestimmungen
  • Einsatz bei großen Unglücksfällen und Katastrophen durch.   

Die Errichtung von

 

  • Alpinen Auskunftsstellen und die
  • Ausbildung geeigneter Männer und auch Frauen für den Dienst in der Bergwacht runden das Bild über die Aufgabengebiete der Bergwacht ab. Ausbildung geeigneter Männer und auch Frauen für den Dienst in der Bergwacht runden das Bild über die Aufgabengebiete der Bergwacht ab.

Der Bergwachtdienst ist ehrenamtlich.

Das Abzeichen der Bergwacht ist das Rote Kreuz mit Edelweiß und mit der Umschrift ”Bergwacht”

Internationale Arbeitsgemeinschaften und Kongresse, wie z. B. IKAR-CISA, stimmen die Rettungsaktionen und die Einsatzgeräte organisatorisch und technisch untereinander ab und stellen bei Hilfsaktionen und Katastrophenfällen die Gemeinsamkeit der Bergwachtverbände unter Beweis.

Weitere Auskünfte über diesen Fachdienst im Deutschen Roten Kreuz unter Kontakt.

Quelle: Handbuch des Rettungswesens, Mendel-Verlag