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Tierrettung in Bad Homburg

Großer Feldberg, den 27.05.2019

Die Höhenretter der Bergwacht Großer Feldberg mussten am frühen Sonntagabend einen Jungvogel von einem Baum retten. Das alleinerziehende Bussard-Weibchen war am Nachmittag tot in einem Bad Homburger Garten aufgefunden worden, vermutlich aufgrund einer Vergiftung mit öffentlich ausgelegtem Rattengift. Der Vater war schon längere Zeit nicht mehr gesehen worden, er ist wohl ebenfalls verendet. Ohne die Eltern wäre der junge Bussard verhungert, ein Geschwistervogel war bereits verstorben, wie der hinzugerufene Falkner Christian Wick feststellte.

Da sich der Baum auf der Rückseite eines Grundstücks befand, hatte die Feuerwehr mit der Drehleiter keine Chance, an das Nest heranzukommen. Also kontaktierte der ebenfalls auf dem Feldbergplateau ansässige Falkner die Bergwacht Großer Feldberg. Nachdem der diensthabende Einsatzleiter der Bergwacht, Björn Nolting, festgestellt hatte, dass die Rettung ohne größeres Risiko durchgeführt werden kann, kletterte Berg- und Höhenretter Nicolas Glinkemann unter Seilsicherung auf den Baum, verbrachte den Jungvogel in ca. 20 Metern Höhe in einen Stoffbeutel und ließ ihn vorsichtig am Seil vom Baum hinab. Dieses Verfahren trainiert die Bergwacht regelmäßig, eigentlich für die Rettung von notgelandeten Gleitschirmpiloten oder Baumkletterern. Aber da bei der Bergwacht auch der Naturschutz groß geschrieben wird, erklärten sich die Retter umgehend bereit, sich auch um den Vogel zu kümmern.

Bis der Greifvogel groß und stark genug sein wird, um alleine zu überleben, kommt er im Falkenhof am großen Feldberg unter. „Das dauert dann noch drei bis vier Wochen, bis der Kleine ausgewachsen ist, und weitere vier Wochen, bis er ausgewildert werden kann,“ so der Falkner Christian Wick. Zwei Bewohnerinnen der Liegenschaft, die sich schon seit Jahren an der Brutpflege der regelmäßig dort nistenden Bussarde erfreuten, übernahmen spontan die Patenschaft für das gerettete Jungtier.

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Retter Nicolas Glinkemann beim Einstieg in den Baum, gesichert durch Jürgen Windecker.

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Einstieg in die Baumkrone.

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Das wohlbehaltene Vogeljunge bei seinem Pflegevater Christian Wick.

Ende Gelände – Notfallsanitäter-Ausbildung

Großer Feldberg, den 18.05.2019

Am 18.05.2019 fand bei schönem Maiwetter die erste von drei Schulungen für Notfallsanitäter-Auszubildende auf dem Großen Feldberg statt. Elf angehende Notfallsanitäter konnten an drei unterschiedlichen Einsatzstellen im Gelände die rettungsdienstliche Versorgung, die Vorbereitung und Durchführung des Abtransports von Verletzten bzw. Erkrankten praktisch erproben. Dabei lernten sie nicht nur die besonderen Bedingungen einer Rettung aus unwegsamem Gelände kennen, sondern hatten auch Gelegenheit, die Rettungsmittel und Arbeitsweisen der Bergwacht kennen zu lernen und selbst zu testen.

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Abtransport des Patienten mit der Gebirgstrage, Ablassen eines Patienten gesichert am Steilhang mit der Schleifkorbtrage oder unter Zuhilfenahme eines ATV mit Anhänger zum Transport des Verletzten gehörten zum Pflichtprogramm.

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Alle Beteiligten waren äußerst zufrieden mit den Inhalten, dem Ablauf und der Organisation der Schulung.

(MMa/NGl)