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Abschlußlehrgang Sommerrettung des Bergwacht Landesverbandes

(Bericht der Teilnehmer von der Bereitschaft Großer Feldberg)

 

  Nach dem Notfallmedizin-Lehrgang in der
  Rhön vor einigen Wochen haben zwei
  Mitglieder der TaunusmeuteLust auf
  mehr verspürt und sich zum
  Sommerrettungslehrgang der Bergwacht
  Hessen auf der Maulkuppe und an der
  Steinwand angemeldet. Hier soll kurz
  geschildert werden, was wir erlebt haben
  und wie der Lehrgang ablief.

  Nachdem die Vorbereitung auf den
  Sommerrettungslehrgang im Crashkurs
  durch Björn Nolting stattgefunden hat,
  sind wir am Mittwoch Nachmittag mit
  gemischten Gefühlen zu dem Kurs
  aufgebrochen. Die Angst, bei der als
  anspruchsvoll geltenden Eingangsprüfung
  durchfallen zu können und nach Hause
  geschickt zu werden, saß mit im Wagen.

 

 

 

 

 

Doch zunächst galt es den Verkehr zum verlängerten Wochenende zu bewältigen. Trotz der frühen Abfahrt kamen wir mit etwas Verspätung an und wurden auf  die Zimmer aufgeteilt, bevor es zum Abendessen ging.  Anschließend gab es noch bis 22 Uhr Referate zur Sicherungstechnik und zum Verhalten im Fels, bevor wir uns gegen halb elf müde und voller Erwartung auf die Eingangsprüfung am nächsten Tag in die Federn sinken lassen konnten.

Der Donnerstag  begann mit einem kleinen Frühstück um 7:30 Uhr, bei dem wir auch die Lunchpakete vorbereitet haben.  Unmittelbar danach ging es an die Steinwand, wo wir auf unsere Leistungsfähigkeit beim Klettern, in der Knotenkunde und beim Standplatzbau getestet wurden. Die Bewertung war sehr streng, aber der Zugang zum weiteren Kurs wurde uns gewährt. Der Test war wohl auch Grundlage, die Gruppen in den Kategorien A-D für die eigentliche praktische Ausbildung einzuteilen, wobei einer von uns beiden in eine Gruppe eingeteilt wurde, die gleichzeitig als Reserve bereitstand, falls im Gebiet der Wasserkuppe ein realer Bergwachteinsatz notwendig werden sollten. Zu diesem Zeitpunkt hielten wir das nur für eine Formalität, was sich aber schon bald als Trugschluss herausstellen sollte

Bei den praktischen Lerninhalten war dieser erste Tag noch recht einfach gehalten. Neben dem Einrichten von Fixseilen und Seilbrücken und kleinerer Knotenkunde blieb so noch Zeit zum Klettern im Vorstieg und Nachstieg.  Am Abend folgte dann ein Referat zum Thema Zusammenarbeit mit dem Hubschrauber (welches sich am nächsten Tag noch als sehr relevant erweisen sollte) und zu alpinen Gefahren.

Am Freitag ging es direkt nach dem Frühstück zu einer Unterweisung in der Benutzung der Gebirgstrage weiter, da diese bei der an diesem Tag anstehenden Nachtübung zum Einsatz kommen würde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Steinwand beschäftigten wir uns diesmal mit Flaschenzügen und der behelfsmäßigen Rettung. Mitten im Flaschenzugeinsatz bekommt der Ausbilder, der als Last am Seil hängt, einen Anruf - bewusstlose Person auf der Wasserkuppe - Christoph 28 ist auf dem Weg.

Jetzt musste es schnell gehen. Den Ausbilder ablassen, mit dem Einsatztrupp zum Wagen hinunterklettern und dabei den Kameraden zurufen, dass sie bitte das Material einsammeln, dass der Einsatztrupp zurückließ. Mit dem 13/99/2 ging es dann im Tiefflug in Richtung Wasserkuppe, über der der RTH bereits stand und nach einiger Zeit auch die Patientin ausfindig gemacht hatte. Gut, dass wir die Zusammenarbeit mit dem Hubschrauber am Vorabend noch einmal beigebracht bekommen haben!

 

Der erstaunte Pilot konnte sich angesichts unseres Anblicks (wir hatten keine Zeit, das Kletterzeug abzulegen) den Kommentar nicht verkneifen, ob wir gerade von der Rettungsaktion in der Riesending-Höhle kommen würden und auch der bodengebundene Rettungsdienst, an den die Patientin übergeben wurde, staunte nicht schlecht beim Anblick der geballten Karabiner an unseren Gurten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für eine Rückkehr an die Wand war es zu spät, also direkt zur (sehr kalten) Dusche und zum Abendessen.  Direkt an dieses angeschlossen folgte ein Vortrag zum Thema Orientierung im
Gelände und danach die Nachtübung.

Unser Trupp (bei dem die Tauniten endlich wieder in einer Mannschaft antreten konnten) hatte großes Glück. Durch die gute Orientierung auf der Karte - auch dank des Referats hierzu - trafen wir so schnell an der Einsatzstelle ein, dass der Verletztenoch gar nicht von den Ausbildern in so unwegsamem Gelände untergebracht war und der ganze Einsatz bereits nach 40 Minuten abgeschlossen werden konnte. Ein Teil der Gruppe half dann noch bei einem anderen Team mit, dass wirklich SEHR unwegsames Gelände zu bewältigen hatte und fast bis um 1 Uhr Nachts zu Gange war.

Trotz des langen Tages und der langen Nacht ging es am Samstag gnadenlos um 7:30 Uhr wieder los. Der ausbildungsbegleitende Teil der Abschlussprüfung und die planmäßige Rettung stand diesmal auf dem Programm und am Abend die Theorieprüfung. Danach gab es zum ersten Mal richtige Freizeit.

Einige wenige entschieden sich, diese dazu zu nutzen, auf der Wasserkuppe das WM-Spiel zu schauen. Die Mehrheit blieb auf der Maulkuppe und bekam einen spannenden Exkurs zur Baumrettung. Anschließend gab es ein nachdenkliches und dennoch unglaublich schönes Lagerfeuer. Der längste Tag des Jahres, der auch unser längster Tag war, ging vorbei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Feuer wärmte unsere Körper, die Sterne schienen klarer als wir es gewohnt waren und durch die gemeinsame Erfahrung, Tag und Nacht an den drei Tagen aufeinander angewiesen zu sein, bildeten sich spürbar auch die ersten Triebe von neuen Freundschaften. Die Schönheit der Natur ließ uns das Schöne der Gemeinschaft - den Geist des Vertrauens der in der Kameradschaft liegt - klarer erkennen.

Es war lange nach Mitternacht als wir in unsere Betten kletterten.

Der letzte Tag brachte die praktische Abschlussprüfung mit sich. An fünf Stationen wurden wir im Schweizer Flaschenzug, im Standplatzbau, bei der Dreipunktverankerung, der Anwendung des doppelten HMS und beim Abseilen getestet.

 

Teilnehmer des Lehrgangs an der Steinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch ein Gruppenfoto, dann zurück zur Maulkuppe zur großen Materialschau - um sicherzustellen, dass auch jeder das mitnimmt, was er mitgebracht hat. Markus nutzte die Gelegenheit, gleich eine große Materialrevision unseres KTW-Rucksacks anhand der darin vorhandenen Listen vorzunehmen.

Nach dem Aufräumen der Herberge dann die schlechte Nachricht. Einer der Lehrgangsteilnehmer hat die Prüfungen nicht bestanden. Viele von uns waren davon ziemlich betroffen und auch wenn es für uns Tauniten diesmal gut gegangen ist, so schwang doch ein Tröpfchen Wehmut mit, als wir uns von allen Teilnehmer*innen und Ausbildern verabschiedeten.

Ich kann natürlich nur für mich selbst schreiben, aber die Erfahrung der Kameradschaft, die Erkenntnis der Begrenztheit und die ehrliche Arbeit an den eigenen Fähigkeiten in der Bergrettung, die körperliche und geistige Anstrengung und die Schönheit der Natur. All dies sind Dinge, die meines Erachtens unsere Gemeinschaft so besonders sein lassen können und Lehrgänge wie dieser sind vielleicht eine kleine Stärkung, wenn uns der Alltag dann kurz darauf wieder in seinen Händen hat.

Autor: Samy Harraz, Bergwacht Bereitschaft Großer Feldberg im Taunus

 

oder wenn es der Bergwacht zu wohl ist, geht „Sie“ aufs Wasser ,

 

so ähnlich könnte eine „Gemeinschaftsaktion der Wasserwacht des DRK LV Hessen und Mitgliedern der DRK Bergwacht Hessen, Bereitschaft Gr. Feldberg/Ts  am vergangenen Freitag überschrieben gewesen sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tatsächlich hatte die Wasserwacht unseres DRK LV Hessen  zu einem feucht/ fröhlichen Zusammensein der DRK Gemeinschaften  am Main in Frankfurt eingeladen.

Feucht, da sich viel auf dem Wasser abspielte, fröhlich  da die Kameraden der Wasserwacht für alle was gute Laune verbreitet gesorgt hatten. Dies empfand wohl auch die Landesbereitschaftsleitung so, denn ich hatte den Eindruck, dass sich Jutta und Jürgen dort mit uns zusammen durchaus wohl fühlten.

Alle die da waren konnten einmal Kapitän auf einem Boot der 
DRK Wasserwacht Hessen „spielen“ und  selbst unser zur
Zeit jüngste „Bergwacht Anwärter“ Lukas war mächtig stolz
darauf, am  Steuer eines Motorbootes sitzen zu dürfen.
(Das sorgt für  Gesprächsstoff am Montag in der Schule)

Natürlich hatte die Aktion auch einen ernsten Hintergrund
und der  heißt verstärkter Austausch und engere Zusammenarbeit
der DRK Gemeinschaften, oder der bekannte Blick über den eigenen'
Tellerrand. Erste Kontakte zwischen den beiden kleinsten
DRK Gemeinschaften in Hessen ergaben sich im Rahmen
einer „Schulung zum Thema Absturzsicherung in steilem
Gelände“ auf dem Großen Feldberg im Taunus, welches
wir für Kameraden der DRK- Wasserwacht Hessen im letzten
Jahr durchführen durften.  Die Veranstaltung am letzten
Freitag war sozusagen das nette Dankeschön und auch
die Erwiderung auf unsere Aktivitäten.

 

   Mir hat der Nachmittag und der Abend bei den Kameraden
   der Wasserwacht außerordentlich gut gefallen, wenngleich ich
   mir meine erste Mainquerung von „Dribbdebach nach  
   Hibbdebach“ zusammen mit Alexander, Steffen und Lukas,
   lieber in einem „weniger  inkontinenten Schlauchboot“ 
   gewünscht hätte.

 

           

 

 

 

                        Aber man kann eben nicht alles haben.

                                                       Hartmut Lischke