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Flugzeugabsturz an der Hohemark...

...lautete das Einsatzstichwort, zu dem am vergangenen Freitag gegen 21.20 Uhr acht Einsatzkräfte der Bergwacht Bereitschaft Großer Feldberg mit drei Einsatzfahrzeugen in das Waldgebiet nahe der Stadtgrenze Oberursels ausrückten. An einem vordefinierten Rettungspunkt an der Kanonenstraße trafen sie sich mit der ebenfalls alarmierten Feuerwehr Oberursel Mitte und dem Technischen Hilfswerk Bad Homburg, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Das THW hatte die groß angelegte Übung organisiert und die Bergwacht zur Rettung der überlebenden Flugzeuginsassen aus dem Gelände eingebunden.

Die Einsatzstelle lag im oberen Drittel eines Steilhanges, der - mit Geröll und loser Humusauflage sowie altem Totholz übersät - den Helfern die größte Aufmerksamkeit in Sachen Eigen- und Patientenschutz abverlangte, da die Abrutsch-, Steinschlag- und Astbruchgefahr allgegenwärtig war. Die Feuerwehr übernahm die Ausleuchtung der Einsatzstelle und die Absicherung des im Steilhang liegenden Autowracks, das als Kleinflugzeug herhalten musste, während die Rettungskräfte der Bergwacht, die natürlich auf die Menschenrettung aus schwierigem Gelände spezialisiert sind, die medizinische Erstversorgung der zwei überlebenden Patienten sicherstellte. Während die beiden Schwerverletzten (1 x Pfählungsverletzung am Oberschenkel unter dem Wrack eingeklemmt, 1 x Polytrauma mit Schädel-Hirn-Trauma und Wirbelsäulenverletzung) von der Bergwacht-Notärztin Dr. Barbara Gorißen mit Unterstützung einiger Bergretter erstversorgt wurden, begannen die anderen Retter bereits mit der Vorbereitung der technischen Rettung mit zwei Schleifkorbtragen nach Anweisung ihres Einsatzleiters Björn Nolting.

Die Rettung der polytraumatisierten Patientin wurde mit tatkräftiger Trageunterstützung der Feuerwehr-Kameraden ohne weitere Seilsicherung vorgenommen, da der Hang an dieser Flanke etwas flacher war. Die Weiterversorgung erfolgte dann im Bergwacht-Rettungswagen, der zwischenzeitlich aus dem Bereitstellungsraum an die Einsatzstelle beordert wurde. Die Rettung des zweiten Verletzten gestaltete sich aufwändiger, da wegen seines sich verschlechternden Zustands seine Lage im Hang angepasst werden musste, so dass der geplante Rettungsweg unter Seilsicherung nach unten nicht mehr möglich war. Auf Grund dieser Lageänderung wurde kurzerhand umdisponiert und die Korbtrage mit dem im Bergesack gesicherten Patienten per Flaschenzug zum oberen Ende des Steilhanges aufgezogen, um sie dann zu Fuß über den benachbarten flacheren Hangabschnitt zum wartenden Bergwacht-RTW zu tragen – wieder mit Unterstützung der bereit stehenden Feuerwehrmänner.

Die Einsatzkräfte des THW Bad Homburg, unterstützt durch eine weitere THW-Einheit aus Offenbach, hat dann noch die ganze Nacht hindurch das Wrack gesichert, die Wrackteile für die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung kartografiert und alles abtransportiert.

Die Übung war für die Bergwacht-Kameraden eine Herausforderung, wurde aber unter sorgfältiger Wahrung der Patientensicherheit ruhig und konzentriert abgearbeitet. Im Übungsverlauf auftretende Schwierigkeiten bei der Abstimmung der unterschiedlichen Einsatztaktiken der beteiligten Organisationen haben wertvolle Zeit gekostet, aber auch wichtige Erkenntnisse gebracht, zum Beispiel, dass die Kenntnis der Arbeitsweise anderer Rettungseinheiten und eine präzise Abstimmung der jeweiligen Maßnahmen vor Einsatzbeginn maßgeblich ist für eine schnelle Patientenversorgung und für eine reibungslose Einsatzabwicklung, insbesondere wenn es um so hoch spezialisierte Einheiten wie die Bergwacht geht. Diese Übung bildet so einen wichtigen Baustein zur weiteren professionellen Verknüpfung der Rettungsorganisationen im Hochtaunuskreis, und die gewonnenen Erkenntnisse fließen natürlich umgehend in die weitere Einsatz- und Ausbildungsplanung ein.

Autor: Björn Nolting

Miniinvasion bei der Bergwacht auf dem Feldberg

 

Pünktlich wie angekündigt waren sie da, die „ Minis“ der Feuerwehr Eschbach. Um es gleich vorweg zu nehmen, mit Minis sind nicht die nach wie vor beliebten kleinen Autos englischer Produktion gemeint sondern die „jüngsten Aktiven“ der  Feuerwehr Usingen / Eschbach, „ die Feuerwehr Kids“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sogar ein Löschfahrzeug hatten sie dabei, einen mit gekühlten Getränken gut gefüllten Leiterwagen, denn es war ausgesprochen heiß auf unserem Hausberg; also so richtig was für  Feuerwehrleute, oder solche, die es werden wollen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Thomas und mich wollten wir natürlich unseren jungen Gästen auf den „Milchzahn“ fühlen und wissen wie es um ihre Kenntnisse über die Bergwacht und ihre Aufgaben steht. Die Kinder waren nämlich, durch ihre Jugendleiterinnen, auf den Besuch bei der Bergwacht auf dem Feldberg vorbereitet worden:  Zusammen mit diesen hatten sie sich wenige Tage zuvor den Film angesehen, den der HR vor einigen Jahren an einem Wochenende bei uns gedreht hatte  und der offensichtlich immer noch „die Runde “ macht.

Und so war es dann auch kein Wunder, dass der Inhalt eines unserer Notfallrucksäcke auf lebhaftes Interesse bei unseren kleinen Besuchern stieß.  Als Thomas dann eine Braunüle aus ihrer Verpackung nahm rücken die meisten doch etwas respektvoll zurück.

Aber nur kurz, denn es gab ja so viel Interessantes in dem Rucksack zu sehen,  Pflaster und Verbandmaterial, Spritzen und Medikamente , Arm- und Beinschienen, eine Absaug-  pumpe und sogar eine kleine Sauerstoffflasche. Zwischenzeitlich hatten die Begleiterinnen unsere  jungen Besucher in zwei Gruppen eingeteilt, und unter meiner Führung wurde die Hütte – die Bezeichnung hatte ich zuvor erklärt- von der einen Hälfte unserer Gäste  gründlich inspiziert. Im Sanitätsraum war es der Akia, der ihr besonderes Interesse weckte und im Obergeschoss der Funkraum. Thomas hatte indessen viel  Spaß „mit 6 Kids und einem Krankenwagen“, denn den hatten wir natürlich mit auf den Berg gebracht. Der Rest ist schnell erzählt, es folgte der Austausch der beiden Gruppen im Wechsel und nach erneutem  Hüttenrundgang und weiterem „Spaß  mit Thomas und dem KTW“ bemerkten wir dann doch, dass die Aufnahmefähigkeit unserer Gäste erschöpft war. Und nach einem erneuten kollektiven Löschmanöver mit den im Leiterwagen mitgeführten Löschmitteln zogen sie wieder ab, die Minis.

Auitor: Hartmut Lischke